ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Warner Bros verlangt höheres Paramount-Gebot

Board fordert deutliche Aufwertung der Bewertung im laufenden Übernahmepoker

Warner Bros verlangt höheres Paramount-Gebot

Warner Bros Discovery befindet sich weiterhin in intensiven Gesprächen über eine mögliche Übernahme durch Paramount Skydance. Nach übereinstimmenden Medienberichten fordert das Board von Warner Bros Discovery eine deutliche Verbesserung des vorliegenden Angebots. Paramount solle demnach den bisherigen Vorschlag von 23,50 Dollar je Aktie auf rund 30 Dollar anheben. Diese Forderung wurde laut dem Nachrichtenportal Axios von Personen geäußert, die mit den internen Abläufen vertraut sind.

Mit einer solchen Anpassung würde sich die Bewertung von Warner Bros Discovery auf etwa 74,3 Milliarden Dollar erhöhen. Das derzeitige Angebot liegt bei rund 58,2 Milliarden Dollar und fällt damit deutlich niedriger aus. Erst kurz zuvor hatte Paramount Meldungen des Magazins „Variety“ zurückgewiesen, in denen von einem gemeinsam mit Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi vorbereiteten Gebot über insgesamt 71 Milliarden Dollar die Rede war. Das Unternehmen betonte, dass ein solches Vorhaben nicht existiere.

Die jüngsten Berichte über die Forderungen von Warner Bros Discovery zeigten unmittelbar Wirkung an den Finanzmärkten. Die Aktie des Medienkonzerns legte um fünf Prozent zu. Auch die Papiere von Paramount konnten zulegen und verzeichneten ein Plus von rund zwei Prozent. Die Kursbewegungen spiegeln die Erwartungen und Spekulationen wider, dass sich der Übernahmepoker in den kommenden Tagen weiter zuspitzen könnte.

Paramount Skydance beschäftigt sich bereits seit längerer Zeit mit einer möglichen Übernahme von Warner Bros Discovery. Hinter dem Vorhaben steht die Familie Ellison, zu der Skydance-Chef David Ellison und sein Vater Larry Ellison gehören, der als Mitbegründer von Oracle zu den reichsten Unternehmern weltweit zählt. Der Zusammenschluss würde das Unternehmen strategisch deutlich stärken, insbesondere angesichts der Herausforderungen im Streaming- und Medienmarkt.

Warner Bros Discovery ist unter anderem Eigentümer von HBO, CNN und dem gleichnamigen Filmstudio. Das Unternehmen sieht sich seit geraumer Zeit mit einem rückläufigen Fernsehgeschäft konfrontiert. Bereits seit Oktober werden verschiedene strategische Optionen geprüft, darunter eine mögliche Aufspaltung oder ein vollständiger Verkauf. Die Forderung nach einer Angebotserhöhung zeigt, dass Warner Bros Discovery seinen Wert am Markt deutlich höher einschätzt als bislang von Paramount reflektiert.

Medienanalysten erwarten, dass die Verhandlungen in den kommenden Wochen in eine entscheidende Phase eintreten könnten. Die Reaktionen aus der Branche deuten darauf hin, dass beide Seiten unter erheblichem Druck stehen, eine Lösung zu finden, die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch strategisch sinnvoll ist. Die Forderung nach einer Anhebung des Gebots stellt einen weiteren Schritt in einem komplexen und öffentlichkeitswirksamen Übernahmepoker dar, dessen Ausgang weiterhin offen ist.

Warner BrosParamount AktienÜbernahme

Disclaimer