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Wasserknappheit bedroht globale Energiewende laut ICMM-Bericht

Die Bergbaulobby ICMM warnt: Begrenzte Wasserressourcen bremsen bereits heute die Expansion des Bergbausektors.

Wasserknappheit bedroht globale Energiewende laut ICMM-Bericht

Die Interessenvertretung der Bergbau- und Metallindustrie ICMM schlägt Alarm: Der Wettbewerb um Wasserressourcen gefährdet die Entwicklung neuer Minen weltweit. Laut dem am 22. Juli veröffentlichten Bericht „Global Mining and Metals Water Dataset" ist die eingeschränkte Wasserverfügbarkeit kein künftiges Risiko, sondern bereits heute eine betriebliche Realität.

Die ICMM betont, dass der Wassermangel ein strukturelles Hindernis für die Expansion des gesamten Bergbau- und Metallsektors darstellt. Besonders betroffen sind Regionen, in denen neue Minen und zugehörige Anlagen entstehen sollen – genau dort, wo der Bedarf an kritischen Rohstoffen am stärksten wächst.

Kritische Metalle für die Energiewende unter Druck

Im Fokus des Berichts stehen Metalle und Mineralien, die für die globale Energiewende unverzichtbar sind. Dazu zählen laut ICMM unter anderem:

  • Metalle der Platingruppe
  • Chrom
  • Mangan
  • Aluminium
  • Stahl

Diese Rohstoffe bilden das Rückgrat moderner Technologien wie Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen und Energiespeichersysteme. Ohne ausreichende Wasserversorgung können entsprechende Abbau- und Verarbeitungsprozesse jedoch nicht im benötigten Umfang betrieben werden.

Die Warnung der ICMM kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach diesen Materialien weltweit stark ansteigt. Regierungen und Industrie setzen auf eine beschleunigte Energiewende – doch die dafür notwendige Rohstoffproduktion stößt an natürliche Grenzen.

Wasser als strukturelles Hindernis

Der ICMM-Bericht macht deutlich, dass der Wettbewerb um begrenzte Wasserressourcen nicht isoliert betrachtet werden kann. Bergbauunternehmen konkurrieren in vielen Regionen mit der Landwirtschaft, der Trinkwasserversorgung und anderen Industrien um dasselbe knappe Gut.

Für deutsche Anleger und Unternehmen, die in Rohstoffprojekte investieren oder auf stabile Lieferketten angewiesen sind, unterstreicht der Bericht ein oft unterschätztes Risiko. Die Verfügbarkeit von Wasser wird zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor für neue Bergbauprojekte – vergleichbar mit geologischen oder infrastrukturellen Voraussetzungen.

Die ICMM, die als globale Interessenvertretung führender Bergbau- und Metallunternehmen agiert, fordert mit dem Bericht eine stärkere Berücksichtigung von Wasserrisiken in der Planung und Genehmigung neuer Projekte. Der „Global Mining and Metals Water Dataset" soll dabei als Grundlage für eine faktenbasierte Diskussion dienen.

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