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Weißes Haus verteidigt Hanf-Vorstoß trotz Interessenkonflikt-Vorwürfen

Die Trump-Regierung weist Vorwürfe zurück, ihr Einsatz gegen ein Hanf-Verbot diene familiären Geschäftsinteressen eines Top-Beraters.

Weißes Haus verteidigt Hanf-Vorstoß trotz Interessenkonflikt-Vorwürfen

Das Weiße Haus steht unter Druck: Ein Regierungsvertreter wies diese Woche Vorwürfe zurück, wonach der Vorstoß der Trump-Administration zum Schutz von Hanf-THC-Produkten vor einer bundesweiten Rekriminalisierung auf familiäre Geschäftsinteressen eines hochrangigen Beraters abziele. Die Debatte dreht sich um ein für November geplantes Verbot, das die Regierung offenbar verhindern möchte.

Im Zentrum der Diskussion steht Stabschefin Susie Wiles, eine der engsten Vertrauten von Präsident Donald Trump. Ihre Tochter Caroline heiratete im Juni Bret Worley, der eine Führungsposition in der Hanfbranche innehat. Kritiker sehen darin einen möglichen Interessenkonflikt, den die Regierung jedoch entschieden bestreitet.

Trump soll Senator persönlich kontaktiert haben

Besonders aufsehenerregend ist ein Bericht des Fachmediums Marijuana Moment: Mehrere Quellen berichteten demnach, dass Präsident Trump selbst diese Woche einen republikanischen Senator angerufen habe. Ziel des Gesprächs sei es gewesen, den Senator davon zu überzeugen, von seinem Vorhaben abzurücken, das geplante Hanf-Verbot im November beizubehalten.

Ein solches direktes Eingreifen des Präsidenten in eine laufende Kongressdebatte ist ungewöhnlich und unterstreicht, welche Bedeutung das Weiße Haus dem Thema beimisst. Die Regierung versucht demnach aktiv, den Kongress dazu zu bewegen, die geplante Rekriminalisierung von Hanf-THC-Produkten zu verschieben.

Hintergrund: Hanf und THC in den USA

Für deutsche Leser ist der rechtliche Kontext wichtig: In den USA wurde Hanf mit dem Farm Bill von 2018 auf Bundesebene legalisiert, sofern der THC-Gehalt unter 0,3 Prozent liegt. Seitdem hat sich ein milliardenschwerer Markt für Hanf-Derivate wie Delta-8-THC entwickelt, die psychoaktive Wirkungen entfalten können. Eine Rekriminalisierung würde diesen Markt empfindlich treffen und zahlreiche Unternehmen in ihrer Existenz gefährden.

Die Frage, ob familiäre Verbindungen von Regierungsmitgliedern zu betroffenen Branchen politische Entscheidungen beeinflussen, ist in Washington ein dauerhaft sensibles Thema. Das Weiße Haus besteht darauf, dass die Bemühungen um eine Verschiebung des Verbots ausschließlich auf sachlichen Erwägungen beruhen und nicht mit den privaten Verbindungen von Stabschefin Wiles zusammenhängen.

Ob der Kongress dem Druck aus dem Weißen Haus nachgibt und das für November geplante Verbot tatsächlich verschiebt, bleibt abzuwarten. Die Entwicklungen rund um die US-Hanfpolitik werden von der Branche und Investoren weltweit genau beobachtet.

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