Weltraumwirtschaft investieren: Drei ETF-Alternativen zu SpaceX-Aktien
Wer in die boomende Weltraumökonomie investieren will, muss nicht auf SpaceX warten – drei ETFs bieten breites Engagement.

SpaceX ist der weltweit größte Akteur im Bereich der Weltraumwirtschaft und bietet direkten Zugang zu Raketen und Satelliten. Da das Unternehmen jedoch nicht börsennotiert ist, bleibt es für die meisten Privatanleger unerreichbar. Wer dennoch von der wachsenden Weltraumökonomie profitieren möchte, kann auf spezialisierte Exchange-Traded Funds (ETFs) zurückgreifen. Drei dieser Fonds stehen dabei besonders im Fokus.
Die Unternehmensberatung McKinsey prognostiziert, dass die globale Weltraumökonomie von 630 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 1,79 Billionen US-Dollar bis 2035 anwachsen wird. Dieses enorme Wachstumspotenzial macht den Sektor für Anleger attraktiv. Doch wie bei jeder Investition gilt es, die verfügbaren Optionen sorgfältig zu prüfen.
Tema Space Innovators ETF: Zugang auch zu vorbörslichen Unternehmen
Der Tema Space Innovators ETF (Börsenkürzel: NASA) ist darauf ausgerichtet, von diesem Wachstum zu profitieren. Er bietet Anlegern Zugang zu einem diversifizierten Korb börsennotierter Weltraumaktien – darunter SpaceX und Rocket Lab – sowie zu einer Handvoll vorbörslicher Unternehmen, die der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich sind. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,75 Prozent pro Jahr, was als relativ hoch gilt. Seit seiner Auflegung verzeichnete der Fonds allerdings negative Renditen.
Der Procure Space ETF (Börsenkürzel: UFO) punktet mit einem einprägsamen Kürzel und einem ambitionierten Leitbild. Auf der Website des Fonds heißt es: „Seit Anbeginn der Menschheit haben unsere Vorfahren mit immenser Neugier in den Himmel geblickt, um Antworten zu finden." Der ETF bildet den VettaFi Space Index ab und ist damit ein klassischer Indexfonds. Auch hier liegt die Gesamtkostenquote bei 0,75 Prozent – ein Wert, der für einen passiven Indexfonds, der ausschließlich börsennotierte Vermögenswerte hält, als vergleichsweise hoch einzustufen ist. Die Renditen blieben langfristig hinter dem breiten Markt zurück.
ARK Space & Defense Innovation ETF: Weltraum trifft Rüstung
Der ARK Space & Defense Innovation ETF (Börsenkürzel: ARKX) wird von ARK Invest verwaltet, der Investmentfirma unter der Leitung von Wachstumsinvestorin Cathie Wood. Im Unterschied zu den anderen beiden Fonds kombiniert er Weltraum- und Rüstungsaktien. Laut Fondsstrategie sollen mindestens 80 Prozent des Vermögens in Unternehmen investiert werden, die in der Weltraumforschung und Verteidigungsinnovation tätig sind. Auch dieser ETF weist eine Gesamtkostenquote von 0,75 Prozent auf.
Seit seiner Auflegung Anfang 2021 erzielte der ARK-Fonds eine Rendite von rund 45 Prozent. Das klingt zunächst beachtlich, entspricht jedoch in etwa der Hälfte dessen, was der S&P 500-Index im gleichen Zeitraum geliefert hat. Damit schneidet auch dieser Fonds im Vergleich zum breiten Markt enttäuschend ab.
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Zur AktienanalyseFazit: Hohe Gebühren, schwache Vergleichsperformance
Alle drei ETFs teilen ein gemeinsames Merkmal: eine Gesamtkostenquote von jeweils 0,75 Prozent. Im Vergleich zu kostengünstigen Marktindexfonds, die oft unter 0,10 Prozent liegen, ist das ein erheblicher Kostennachteil. Keiner der drei Fonds konnte langfristig mit breiten Marktindizes wie dem S&P 500 mithalten.
Für Anleger, die gezielt auf die Weltraumökonomie setzen möchten, ohne die Diversifizierung vollständig aufzugeben, können diese ETFs dennoch eine Option sein. Wer jedoch primär auf langfristigen Vermögensaufbau setzt, sollte die historische Underperformance und die vergleichsweise hohen Verwaltungsgebühren dieser Fonds sorgfältig in seine Entscheidung einbeziehen.


