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Wenige Förderländer zögern beim Ausstieg aus fossilen Energien

Die Herausforderung für die Weltklimakonferenz und die dringende Notwendigkeit von Klimamaßnahmen

Wenige Förderländer zögern beim Ausstieg aus fossilen Energien

Die Weltklimakonferenz COP28 in Dubai steht ganz im Zeichen der hitzigen Diskussionen über den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Dieser Schritt wird von Experten als entscheidend angesehen, um die internationalen Klimaziele zu erreichen. Doch eine aktuelle Analyse des "Net Zero Trackers" zeigt, dass nur wenige Förderländer tatsächlich den Ausstieg aus fossilen Energien in Erwägung ziehen. Dies stellt die Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels vor große Herausforderungen.

Der "Net Zero Tracker" ist ein Analysewerkzeug, das von internationalen Forscher-Teams entwickelt wurde, darunter das NewClimate Institute und Forscher der Universität Oxford. Dieses Instrument zielt darauf ab, mehr Transparenz und Zurechenbarkeit in Bezug auf die Emissionsziele von Staaten, Regionen, Städten und Unternehmen zu schaffen. Die Untersuchung konzentrierte sich auf Länder, die "Net Zero Targets" verfolgen, das heißt, sie streben prinzipiell Klimaneutralität an. Diese Länder repräsentieren etwa 88 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen. Überraschenderweise decken jedoch nur sieben Prozent dieser Emissionen vollständig oder teilweise Zusagen zum Ausstieg aus Exploration, Produktion oder Verbrauch ab.

Besonders alarmierend ist, dass nur drei Prozent der Öl- und Gasförderländer sich zum Ausstieg aus der Produktion fossiler Brennstoffe verpflichtet haben. Dies bedeutet, dass lediglich 0,8 Prozent der Öl- und Gasproduktion dieser Länder von Maßnahmen zum Ausstieg betroffen sind. In Bezug auf die Kohleproduktion planen zwar 13 Prozent der betrachteten Länder einen Ausstieg, jedoch fehlen hier die größten Produzenten wie China, die USA, Indonesien und Indien.

Die Mehrheit der Förderländer, einschließlich der Gastgeber, die Vereinigten Arabischen Emirate, zeigt wenig Bereitschaft, fossile Energieträger abzuschaffen. Stattdessen setzen sie auf begleitende Technologien wie CO2-Speicherung oder -Abscheidung. Diese Ausgleichstechnologien sind jedoch wissenschaftlich umstritten und werden als teuer und in größerem Maßstab noch nicht zeitnah einsetzbar angesehen.

Die Ergebnisse dieser Analyse unterstreichen die Dringlichkeit, mit der Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Ausstieg aus der Exploration neuer Öl-, Gas- und Kohlevorkommen voranzutreiben. Bisher haben lediglich drei Prozent der Förderländer entsprechende Beschlüsse gefasst. Es bleibt abzuwarten, ob die Weltklimakonferenz in Dubai dazu beitragen kann, mehr Länder zu einem konkreten Ausstiegsplan zu bewegen und somit den Kampf gegen den Klimawandel effektiver zu gestalten.

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