Wertverlust bei unsanierten Immobilien steigt rasant
Energieeffizienz und Klimawandel verändern den Immobilienmarkt grundlegend

Eigentümer von unsanierten Immobilien müssen zunehmend mit Wertverlusten rechnen. Häuser mit Öl- oder Gasheizung verkaufen sich immer schwerer, da energetische Sanierungen bei Käufern stark an Bedeutung gewinnen. Laut Experten wird der Immobilienwert nicht mehr allein durch die Lage bestimmt, sondern auch durch die Energieeffizienzklasse. Unsanierte Gebäude der Klassen D oder schlechter könnten in den kommenden Jahren Preisabschläge von 20 bis 30 Prozent erfahren.
Immobilienportale wie Immoscout24 bestätigen diesen Trend: Interessenten filtern oft gezielt nach Objekten mit Energieklassen D oder besser. Käufer berücksichtigen zunehmend die steigenden Energiekosten, die durch den Betrieb veralteter Heizsysteme verursacht werden. Diese Entwicklung wird durch höhere Gas-Netzentgelte und die wachsende CO₂-Abgabe zusätzlich verschärft. In Städten wie Mannheim wird bereits über eine vollständige Abschaltung des Gasnetzes nachgedacht, was den Druck auf Eigentümer weiter erhöht.
Neben der Heiztechnik beeinflusst auch der Klimawandel die Immobilienpreise. Studien prognostizieren für Deutschland bis 2050 einen möglichen Wertverlust von bis zu 25 Prozent, falls keine rechtzeitigen Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Allianz warnt in ihrem „Global Wealth Report“ vor den Folgen halbherziger Klimapolitik. Energetisch unsanierte Häuser könnten den gesamten Immobilienmarkt belasten, besonders in Regionen mit hohen Leerstandsquoten.
Die Preisunterschiede zwischen effizienten und unsanierten Immobilien sind je nach Region unterschiedlich stark ausgeprägt. Während in städtischen Gebieten vor allem Objekte mit schlechter Effizienzklasse an Wert verlieren, zeigen ländliche Regionen mit hoher Leerstandsquote drastischere Preisabschläge. Hier lagen die Preise der schlechtesten Energieklassen G und H bereits um mehr als 50 Prozent unter denen von A und A+.
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Zur AktienanalyseFörderprogramme sollen energetische Sanierungen attraktiver machen. Die Bundesregierung plant, den Heizungsaustausch durch Zuschüsse und günstige Kredite zu fördern. Dies könnte Eigentümern helfen, den Wert ihrer Immobilien zu sichern. Dennoch mahnen Experten, dass verzögertes Handeln teurer werden könnte. Energetische Sanierungen sind nicht nur aus Klimaschutzgründen essenziell, sondern auch, um den wirtschaftlichen Wert von Immobilien langfristig zu erhalten.


