Westpac meldet 6% Gewinnplus im Q1 – Aktie auf Rekordhoch
Australiens zweitgrößte Bank profitiert von starkem Kreditwachstum trotz Margendruck durch Zinswettbewerb.

Die Westpac Banking Corp, Australiens zweitgrößtes Kreditinstitut, hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinnzuwachs von 6% erzielt. Der ungeprüfte Nettogewinn stieg in den drei Monaten bis zum 31. Dezember auf 1,9 Milliarden Australische Dollar (1,2 Milliarden US-Dollar), bereinigt um Sondereffekte. Dies entspricht einem Plus von 6% gegenüber dem durchschnittlichen Quartalsergebnis des zweiten Halbjahres 2024.
Das Wachstum wurde vor allem durch ein starkes Kreditgeschäft getragen. Das Kreditvolumen legte im Quartal um 22 Milliarden Australische Dollar zu. Besonders dynamisch entwickelten sich institutionelle Kredite mit einem Zuwachs von 7%. Auch australische Wohnungsbaudarlehen (ohne RAMS) und Unternehmenskredite verzeichneten jeweils ein Plus von 3%.
Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 2%, gestützt durch das Wachstum im Kredit- und Einlagengeschäft sowie eine verbesserte Performance im Treasury-Bereich. Allerdings sank das zinsunabhängige Ergebnis aufgrund geringerer Markterträge um 4%. Die Nettozinsmarge ging um einen Basispunkt auf 1,94% zurück, was den intensiven Wettbewerbsdruck und das niedrigere Zinsumfeld widerspiegelt.
Margendruck belastet Profitabilität
Die Kern-Nettozinsmarge verringerte sich um 3 Basispunkte auf 1,79%. Dieser Rückgang konnte nur teilweise durch höhere Erträge aus den Bereichen Treasury und Markets kompensiert werden. Der Margendruck ist ein branchenweites Phänomen in Australien, wo die Banken unter intensivem Preiswettbewerb stehen.
Die Aktie der Westpac Banking Corp reagierte zunächst positiv auf die Quartalszahlen und kletterte zeitweise um 2,8% auf ein Rekordhoch von 42,13 Australischen Dollar. Im weiteren Handelsverlauf gab das Papier seine Gewinne jedoch wieder ab und notierte zuletzt 1,4% niedriger bei 40,47 Australischen Dollar.
Solide Kapitalbasis als Stärke
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Zur AktienanalyseDie harte Kernkapitalquote (CET1) der Bank lag zum 31. Dezember bei 12,3% und damit deutlich über dem Zielwert von 11,25%. Dies gilt selbst nach Auszahlung der Ganzjahresdividende. Die robuste Kapitalausstattung verschafft Westpac Spielraum für weiteres Wachstum und mögliche Aktionärsausschüttungen.
Vorstandschef Anthony Miller zeigte sich optimistisch für die kommenden Monate. Die Bank erwarte, dass die Nachfrage nach Unternehmens- und Haushaltskrediten widerstandsfähig bleibe. Die wirtschaftlichen Aussichten für Australien bewertete Miller positiv, was weiteres Geschäftswachstum ermöglichen sollte.


