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Wettlauf der globalen KI-Riesen nimmt Fahrt auf

Google konkurriert mit Meta, Musk überrascht, Europa gerät unter Druck, China punktet mit Effizienz

Wettlauf der globalen KI-Riesen nimmt Fahrt auf

In den vergangenen Wochen stellten mehrere namhafte Unternehmen neue Sprachmodelle für Künstliche Intelligenz vor, während zugleich milliardenschwere Investitionen in den Markt flossen. Sprachmodelle, auch Large Language Models (LLM) genannt, erzeugen eigenständig Texte und dienen unter anderem als Grundlage für Chatbots, Übersetzungstools oder zur Software-Programmierung. Die Entwicklung wettbewerbsfähiger KI-Modelle kostet mindestens zehn Milliarden Euro pro Jahr, weshalb viele Anbieter auf öffentlich verfügbare Daten zurückgreifen.

Anthropic, ein US-amerikanisches Start-up, das im Jahr 2021 gegründet wurde, entwickelt seitdem das Sprachmodell Claude. Anfang 2025 veröffentlichte die Firma ihr jüngstes Modell Claude 3.7 Sonnet, das neben der gewöhnlichen Textgenerierung eine spezielle Denkfunktion („Reasoning“) besitzt. Nutzer können so die logischen Abläufe nachvollziehen, während sie das System bedienen. Zu den größten Geldgebern gehören Amazon, Google und Salesforce, die bislang rund 15 Milliarden Dollar investierten. Eine weitere Finanzierungsrunde könnte die Bewertung von Anthropic auf über 60 Milliarden Dollar erhöhen.

Ein neuer Herausforderer aus China, DeepSeek, präsentierte im Januar 2025 das Sprachmodell R1, das besonders effizient sein soll. Laut Angaben des Unternehmens benötigte Gründer Liang Wenfeng für dessen Entwicklung nur rund sechs Millionen Dollar, deutlich weniger als seine Konkurrenten in den USA. DeepSeek setzt ebenfalls auf eine Reasoning-Funktion und ist vor allem bei mathematischen Aufgaben und der Analyse großer Datenmengen führend. Allerdings lehnt die KI politisch sensible Anfragen ab, und Datenschützer äußerten bereits Bedenken hinsichtlich möglicher Sicherheitsrisiken.

Google hingegen treibt sein KI-Modell Gemini weiter voran, dessen zweite Version Ende 2024 vorgestellt wurde. Ursprünglich basierte Gemini auf den früheren Modellen LaMDA und PaLM, bevor es als eigenständige Technologie etabliert wurde. Gemini 2.0 zeichnet sich besonders durch schnelle Reaktionszeiten aus und ist ebenso wie die Konkurrenz in Mathematik und Programmierung stark. Auch Meta verfolgt mit seinem Sprachmodell Llama seit Februar 2023 eine ähnliche Strategie, wobei die jüngste Version Llama 3.3 besonders gut bei komplexen mathematischen Fragestellungen abschneidet.

In Europa steht vor allem das französische Start-up Mistral im Fokus. Obwohl erst 2023 gegründet, gilt Mistral als einziger europäischer Anbieter, der technologisch mit US- und chinesischen Modellen mithalten kann. Trotz relativ geringer finanzieller Mittel ist das Unternehmen bereits sechs Milliarden Dollar wert und überzeugt durch schnelle Abläufe und starke Programmierfähigkeiten. Demgegenüber hat das US-Unternehmen OpenAI mit dem populären Modell GPT 4.5 im Februar 2025 eine neue Bestmarke gesetzt und plant weitere milliardenschwere Investitionen, um seine Position im globalen Wettbewerb auszubauen.

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