Wintersturm in den USA: Notstand in New York und massive Reiseausfälle
Ein schwerer Wintersturm bedroht über 170 Millionen Amerikaner. New Yorks Gouverneurin ruft den Notstand aus, während Fluggesellschaften Tausende Flüge streichen. Experten warnen vor erheblichen finanziellen Risiken.

Ein außergewöhnlich schwerer Wintersturm zieht über weite Teile der USA und stellt eine ernsthafte Bedrohung für über 170 Millionen Menschen dar. Der Nationale Wetterdienst prognostiziert von Freitag bis Montag starken Schneefall, Graupel und gefrierenden Regen von den südlichen Rocky Mountains bis nach Neuengland. Die Kombination aus extremer Kälte und massiven Schneefällen könnte zu langanhaltenden Stromausfällen und gefährlichen Straßenverhältnissen führen.
Notstand in New York ausgerufen
Angesichts der drohenden Extremwetterlage hat Gouverneurin Kathy Hochul den Notstand für den gesamten Bundesstaat New York ausgerufen. Sie appellierte an die Bürger, sich umgehend mit dem Nötigsten einzudecken und unnötige Fahrten zu vermeiden. Meteorologen warnen, dass die erwarteten Wetterbedingungen schwerwiegender ausfallen könnten als bei typischen Winterstürmen. Die gefährlich kalte Luft wird voraussichtlich mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung über das Wochenende und bis in die kommende Woche hinein betreffen.
Massive Störungen im Flugverkehr
Der Wintersturm führt bereits zu erheblichen Beeinträchtigungen im US-Flugverkehr. Fluggesellschaften haben Tausende von Flügen gestrichen und Reisefreigaben herausgegeben, da Eis, Schnee und starke Winde große Drehkreuze im Süden, Osten und Mittleren Westen treffen. Delta Air Lines forderte Reisende dringend auf, ihre Flüge umzubuchen. Besonders betroffen sind das Ohio- und Tennessee-Tal, einschließlich Nashville und Raleigh-Durham.
Laut der Analysefirma Cirium wurden etwa zwei Drittel der 815 für Samstag geplanten Flüge vom Dallas-Fort Worth International Airport gestrichen. American Airlines kündigte hingegen an, mehr als 3.200 zusätzliche Sitze von Freitag bis Sonntag zu ihrem Drehkreuz in Dallas-Fort Worth hinzuzufügen. Reisenden wird geraten, den Flugstatus genau zu verfolgen und mobile Apps für schnelle Umbuchungen zu nutzen.
Erhebliche finanzielle Risiken für Haushalte
Der Sturm birgt beträchtliche finanzielle Gefahren für amerikanische Haushalte. Experten warnen vor Schäden an Wohnhäusern durch geplatzte Rohre oder Eislast auf Bäumen. Versicherungsanalysen zeigen, dass die durchschnittlichen Schadenssummen für Wasserschäden durch Frost zwischen 2019 und 2023 bei etwa 15.400 US-Dollar lagen. Hausbesitzerversicherungen decken in der Regel Schäden durch Wind, Schnee, extreme Kälte und gefrierenden Regen ab.
Um Frostschäden zu vermeiden, empfehlen Experten, die Heizung auf mindestens 18 Grad Celsius einzustellen und Wasserhähne leicht zu öffnen. Der Hauptwasserabsperrhahn sollte bekannt sein. Im Falle von Stromausfällen, wie sie während der Texas-Kältewelle 2021 auftraten, kann die Umsetzung dieser Maßnahmen jedoch schwierig werden.
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Zur AktienanalyseSteigende Energiekosten erwartet
Zusätzlich zu den Sturmschäden rechnen Experten mit deutlich steigenden Heizkosten. Die US-Energieinformationsbehörde meldete, dass der Spotpreis für Erdgas in der Vorwoche stark auf 8,15 US-Dollar pro Million BTU gestiegen ist. Dies führt zu höheren Großhandelspreisen für Strom. Die Strompreise waren im Dezember im Jahresvergleich bereits um 6,7 Prozent gestiegen. Für Haushalte, die Heizöl nutzen, lag der Preis pro Gallone zuletzt bei 3,66 US-Dollar.
Experten raten von übermäßigem Horten von Lebensmitteln ab, da dies zu Verschwendung führen und die Preise durch erhöhte Nachfrage bei begrenztem Angebot in die Höhe treiben kann. Die Situation erinnert an frühere Extremwetterereignisse und zeigt die Verwundbarkeit der Infrastruktur gegenüber solchen Naturereignissen.


