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Wisconsin: Demokraten fordern Cannabis-Legalisierung am 4/20-Feiertag

Führende demokratische Gouverneurskandidaten in Wisconsin nutzten den inoffiziellen Marihuana-Feiertag für klare Legalisierungsforderungen.

Wisconsin: Demokraten fordern Cannabis-Legalisierung am 4/20-Feiertag

Am 20. April 2026 – dem als „4/20" bekannten inoffiziellen Cannabis-Feiertag – haben mehrere führende demokratische Politiker in Wisconsin lautstark für die Legalisierung von Marihuana geworben. Besonders aktiv waren die Gouverneurskandidaten Mandela Barnes und Francesca Hong sowie David Crowley, die ihre Forderungen über die Plattform X verbreiteten.

Der ehemalige Vizegouverneur Mandela Barnes machte dabei ein konkretes wirtschaftliches Argument: „Es ist an der Zeit, dass Wisconsin Marihuana legalisiert. Illinois hat in einem Jahr Steuereinnahmen in Höhe von 36 Millionen US-Dollar von Einwohnern Wisconsins erzielt – wir schenken unseren Nachbarn jedes Jahr Millionen, indem wir nicht legalisieren." Barnes gehört gemeinsam mit Abgeordneter Francesca Hong zu den Spitzenreitern im demokratischen Gouverneursrennen.

Einnahmen für Infrastruktur und Breitband

Hong, Abgeordnete aus Madison, präsentierte unter dem Slogan „Weed for Speed" ein konkretes Konzept: Die Einnahmen aus einer Legalisierung sollen gezielt in den Breitbandausbau im ländlichen Raum investiert werden. „Wisconsin ist einer der letzten Bundesstaaten ohne ein echtes Cannabis-Programm, und deshalb schenken wir unseren Nachbarn jedes Jahr Millionen", erklärte Hong. Zudem betonte sie, dass die Legalisierung den Schaden aus „Jahrzehnten der Kriminalisierung" wiedergutmachen solle.

Auch David Crowley, County Executive von Milwaukee und ebenfalls Gouverneurskandidat, schloss sich den Forderungen an. „Wisconsin fällt zurück. Bei der Legalisierung von Marihuana geht es um Fairness, Wachstum und gesunden Menschenverstand. Veraltete Gesetze schaden den Kommunen und verschwenden Ressourcen", schrieb Crowley auf X. Er kündigte an, als Gouverneur die Legalisierung durchzusetzen und die Einnahmen in Schulen, Infrastruktur und kleine Unternehmen zu investieren.

Republikaner halten sich weitgehend bedeckt

Auf republikanischer Seite herrschte am Montag weitgehend Schweigen. Die Republikaner im Kapitol von Wisconsin bekämpfen eine vollständige Cannabis-Legalisierung bereits seit Jahren. Der einzige Republikaner, der sich öffentlich auf X zu Wort meldete, war Brady Penfield, Vorsitzender der St. Croix Valley Young Republicans. Er widersprach der DSA-Kandidatin Juliana Bennet, die gefordert hatte, Wisconsin müsse es seinen Nachbarstaaten gleichtun. Auf Bennets Aussage, Einwohner Wisconsins sollten nicht nach Illinois oder Michigan fahren müssen, um Cannabis zu kaufen, antwortete Penfield knapp: „Eigentlich sollten sie das doch."

Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Cannabis-Marktes ist die Entwicklung in Wisconsin ein weiteres Zeichen dafür, dass der wirtschaftliche Druck durch legalisierte Nachbarstaaten die politische Debatte in noch zögernden US-Bundesstaaten zunehmend antreibt. Das Argument der entgangenen Steuereinnahmen – konkret 36 Millionen US-Dollar allein aus Wisconsin-Bürgern für Illinois – verdeutlicht, wie stark der Wettbewerb zwischen den Bundesstaaten den Legalisierungsdruck verstärkt.

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