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Woodside Energy plant massives Absatzwachstum bis 2032

Australischer Konzern setzt trotz LNG-Überangebot auf steigende Nachfrage in Asien

Woodside Energy plant massives Absatzwachstum bis 2032

Woodside Energy erwartet in den kommenden Jahren einen deutlichen Anstieg seiner Öl- und Gasverkäufe. Das australische Energieunternehmen rechnet damit, dass der Absatz bis 2032 um rund 50 Prozent zulegen wird. Damit reagiert das Unternehmen auf die anhaltend hohe Energienachfrage, insbesondere aus den asiatischen Märkten, wie Konzernchefin Meg O’Neill am Mittwoch mitteilte.

Im Rahmen des Capital Markets Day erklärte O’Neill, dass Woodside seine jährlichen Verkäufe von derzeit 203,5 Millionen Barrel Öläquivalent im Jahr 2024 auf 300 Millionen Barrel bis 2032 steigern will. Das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von rund sechs Prozent pro Jahr. Ziel sei es, bis zum Ende des Zeitraums einen freien Cashflow von neun Milliarden US-Dollar zu erreichen.

Trotz Prognosen, die für den Rest des Jahrzehnts von einem Überangebot an Flüssigerdgas (LNG) ausgehen, sieht Woodside den Markt als aufnahmefähig für zusätzliche Mengen. Nach Angaben der Unternehmensführung seien langfristige Lieferverträge bis 2030 abgeschlossen worden. Dies zeige, dass die Abnehmer weiterhin auf eine stabile Nachfrage vertrauten.

Wichtige Wachstumsprojekte sind der Ausbau des LNG-Standorts in Louisiana, der bis 2029 eine Exportkapazität von 16,5 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen soll, sowie die Inbetriebnahme des Gasfelds Scarborough im Jahr 2026 und des Ölprojekts Trion in Mexiko. Laut Unternehmensprognose wird die chinesische Erdgasnachfrage bis 2040 auf über 60 Milliarden Kubikfuß pro Tag steigen.

O’Neill betonte, dass insbesondere China langfristig ein wichtiger Abnehmer von LNG bleiben dürfte, sofern die Preise in einem für Käufer akzeptablen Bereich liegen. Das Louisiana-Projekt gilt derzeit als die wirtschaftlich attraktivste Investition von Woodside. Nach der im laufenden Jahr erfolgten Genehmigung der ersten Phase soll eine zweite Ausbaustufe die Exportkapazität auf insgesamt 27,5 Millionen Tonnen jährlich erhöhen.

Über 90 Prozent der Produktion in den 2030er-Jahren werden fossile Brennstoffe betreffen. Woodside hat seine Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien deutlich zurückgefahren, da mehrere Projekte wirtschaftlich nicht tragfähig waren und sich die politischen Rahmenbedingungen in den USA geändert haben. Lediglich ein Projekt zur Herstellung von Ammoniak wird weiterverfolgt, das in der Anfangsphase jedoch noch hohe Emissionen verursachen dürfte.

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