Woodside prüft Beteiligung von Aramco an LNG-Projekt
Zusammenarbeit auch bei Gasabnahme und kohlenstoffarmem Ammoniak im Gespräch

Woodside Energy hat eine unverbindliche Vereinbarung mit dem saudi-arabischen Ölkonzern Aramco unterzeichnet. Ziel dieser Vereinbarung ist es, Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu prüfen, darunter auch eine potenzielle Beteiligung Aramcos am Louisiana-LNG-Projekt in den Vereinigten Staaten. Der australische Gasproduzent, der als größter des Landes gilt, hatte bereits im April die finale Investitionsentscheidung für das Vorhaben getroffen. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 17,5 Milliarden US-Dollar.
Die Entscheidung zum Baustart fiel unter der Annahme, dass eine fossile Energieträger unterstützende Regierung in den USA sowie eine anhaltend hohe Nachfrage nach Flüssigerdgas in Europa und Asien wirtschaftlich vorteilhafte Rahmenbedingungen schaffen. Bereits zuvor hatte Woodside einen Vertrag mit dem US-Infrastrukturinvestor Stonepeak abgeschlossen. Dieser sieht den Verkauf eines 40-prozentigen Anteils an dem Projekt vor, wodurch Stonepeak sich mit 5,7 Milliarden US-Dollar an den erwarteten Investitionskosten beteiligt.
Darüber hinaus plant Woodside, weitere 20 bis 30 Prozent des Projekts an andere Investoren zu veräußern. Das Unternehmen betont, dass die neue Vereinbarung mit Aramco das anhaltende Interesse renommierter Investoren an dem Projekt unterstreiche. CEO Meg O’Neill erklärte, dass Louisiana LNG weiterhin als attraktives Ziel für internationale Beteiligungen wahrgenommen werde.
Neben einer möglichen Beteiligung an dem LNG-Projekt prüfen die beiden Unternehmen auch Optionen zur Abnahme von Flüssigerdgas sowie eine Zusammenarbeit im Bereich von kohlenstoffärmerem Ammoniak. Derzeit wird erwartet, dass das Projekt im Jahr 2029 erstmals Gas liefern wird.
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Zur AktienanalyseDie Gespräche zwischen Woodside und Aramco befinden sich in einem frühen Stadium. Die nun getroffene Vereinbarung ist nicht bindend und lässt Raum für weitere Verhandlungen und mögliche Anpassungen. Beide Unternehmen sehen dennoch Chancen in einer vertieften Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Energieproduktion und -versorgung.


