Xiaomi startet Vorverkauf des neuen SU7
Überarbeitete E-Limousine soll Reichweite erhöhen und Vertrauen in Sicherheit stärken

China’s Technologiekonzern Xiaomi hat am Mittwoch mit der Annahme von Vorbestellungen für eine überarbeitete Version seiner elektrischen Limousine SU7 begonnen. Mit dem Facelift-Modell will das Unternehmen die Nachfrage nach seinem bislang meistverkauften Elektrofahrzeug im stark umkämpften chinesischen Markt stützen. Die Ankündigung erfolgt in einer Phase erhöhter öffentlicher Aufmerksamkeit für Sicherheitsfragen im chinesischen Elektroautomarkt, von der auch andere Hersteller betroffen sind.
Die neue Generation des SU7 soll im April auf den Markt kommen. Nach Angaben von Xiaomi wird das Fahrzeug serienmäßig mit einer Lidar-Technologie zur Umfelderfassung ausgestattet sein und eine maximale Reichweite von bis zu 902 Kilometern erreichen. Damit positioniert sich das Modell im oberen Segment der Mittelklasse-Limousinen und richtet sich an Käufer, die Wert auf Reichweite und moderne Fahrerassistenzsysteme legen. Die Vorverkaufspreise beginnen bei 229.900 Yuan, was einem Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber der ersten Version entspricht, die im März 2024 eingeführt wurde.
Trotz der Preiserhöhung bleibt das neue Modell nach Unternehmensangaben günstiger als vergleichbare Fahrzeuge internationaler Wettbewerber. Xiaomi betont dabei, dass der Fokus der aktuellen Vermarktung weniger auf Leistungsdaten wie Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit liegt, sondern auf Aspekten der Fahrzeugsicherheit. Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzender Lei Jun erklärte, Sicherheit sei die Grundlage und Voraussetzung für den langfristigen Erfolg der Marke im Automobilsektor.
Seit dem Marktstart des SU7 wurden nach Unternehmensangaben mehr als 360.000 Fahrzeuge verkauft, was einem monatlichen Durchschnitt von rund 17.000 Einheiten entspricht. Allerdings zeigte sich zuletzt eine Abschwächung der Verkaufsdynamik. Seit August gingen die monatlichen Absatzzahlen zurück, und in einzelnen Monaten wurde das Modell auf dem chinesischen Markt von Konkurrenzprodukten überholt.
Xiaomi verfolgt dennoch ambitionierte Ziele im Bereich Elektromobilität. Für das laufende Jahr hat sich der Konzern ein Verkaufsziel von 550.000 Elektrofahrzeugen gesetzt, nachdem im Vorjahr mehr als 410.000 Einheiten abgesetzt wurden. Neben der Limousine SU7 bietet das Unternehmen auch das SUV-Modell YU7 an, mit dem es seine Produktpalette erweitert hat.
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Zur AktienanalyseGleichzeitig sieht sich Xiaomi mit öffentlicher Kritik konfrontiert. Auslöser waren zwei tödliche Unfälle im vergangenen Jahr, an denen Fahrzeuge des Unternehmens beteiligt waren. Die zuständigen Behörden untersuchen die Vorfälle weiterhin. Xiaomi hat angekündigt, auf geäußerte Bedenken einzugehen, und betont, an der Qualität und Sicherheit seiner Fahrzeuge festzuhalten.


