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Yen-Intervention verpufft – Märkte unter Druck durch Nahost-Spannungen

Der Yen nähert sich erneut der kritischen 160er-Marke, während Ölpreise und Nahost-Risiken die Aktienmärkte belasten.

Yen-Intervention verpufft – Märkte unter Druck durch Nahost-Spannungen

Der japanische Yen hat die Gewinne aus der Intervention des vergangenen Monats nahezu vollständig abgegeben. Am Dienstag notierte die Währung bei rund 159,34 Yen pro US-Dollar – und damit gefährlich nah an der psychologisch wichtigen Marke von 160. Dieses Niveau gilt unter Marktteilnehmern weithin als Schwelle, ab der die japanischen Währungshüter erneut eingreifen könnten.

Analysten sehen jedoch keine nachhaltige Stabilisierung in Sicht. Eine dauerhafte Lösung für die Yen-Schwäche ist nach Einschätzung von Experten nur dann wahrscheinlich, wenn sich die Zinsdifferenz zwischen Japan und den USA deutlich verringert. Dafür wären klarere Signale der Bank of Japan für weitere Zinserhöhungen notwendig – ein Schritt, den die Notenbank bislang nur zögerlich kommuniziert hat.

Ölpreise steigen durch Nahost-Eskalation

Gleichzeitig sorgten aufflammende Spannungen im Nahen Osten für steigende Energiepreise. Wie das Wall Street Journal berichtete, beschossen US-Streitkräfte am frühen Dienstagmorgen ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff, das versuchte, die amerikanische Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen. Das Ereignis schürte Sorgen um die Stabilität der Ölversorgung in der Region.

Die Rohölsorte Brent reagierte prompt: Sie stieg zwischenzeitlich auf 90 US-Dollar pro Barrel und schloss den Handelstag mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 88,91 US-Dollar. Für Verbraucher und Unternehmen in Deutschland, die stark von Energieimporten abhängig sind, ist diese Entwicklung besonders relevant.

Aktienmärkte geben zum zweiten Mal in Folge nach

Die Kombination aus Währungsunsicherheit, geopolitischen Risiken und steigenden Energiepreisen belastete die US-Aktienmärkte spürbar. Der Dow Jones Industrial Average schloss mit einem Minus von 184 Punkten oder 0,3 Prozent. Auch der breite S&P 500 verlor 0,3 Prozent, während der technologielastige Nasdaq mit einem Rückgang von 0,6 Prozent stärker unter Druck geriet.

Es war bereits der zweite Verlusttag in Folge für die Wall Street. Damit setzt sich die vorsichtige Stimmung an den Märkten fort, die von einem schwierigen Umfeld aus anhaltend hohen Zinsen, geopolitischen Unsicherheiten und einem schwachen Yen geprägt wird.

Die Renditen von US-Staatsanleihen zeigten sich am Dienstag kaum verändert. Der Anleihemarkt sendete damit vorerst keine neuen Impulse – weder für Aktien noch für den Devisenmarkt. Anleger beobachten die weitere Entwicklung der Zinspolitik der US-Notenbank Fed sowie mögliche neue Schritte der Bank of Japan mit großer Aufmerksamkeit.

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