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ZF Friedrichshafen: Bundeswehr-Großauftrag für Radpanzer Boxer als Hoffnungsschimmer

Der hoch verschuldete Autozulieferer könnte mit einem milliardenschweren Rüstungsauftrag neue Umsatzquellen erschließen.

ZF Friedrichshafen: Bundeswehr-Großauftrag für Radpanzer Boxer als Hoffnungsschimmer

ZF Friedrichshafen steckt in einem schwierigen Fahrwasser: Der Autozulieferer kämpft mit hohen Schulden und plant gleichzeitig einen Stellenabbau in der Verwaltung. Nun könnte ein Großauftrag aus dem Rüstungsbereich für dringend benötigte Entlastung sorgen.

Die Bundeswehr prüft eine Bestellung von bis zu 3.000 Einheiten des Radpanzers Boxer – einem vielseitig einsetzbaren Kettenfahrzeug, das in der NATO-Verteidigung eine zentrale Rolle spielt. ZF Friedrichshafen ist als Zulieferer in dieses Projekt eingebunden und könnte von dem Auftrag erheblich profitieren.

Hunderte Millionen Euro Umsatzpotenzial

Aus Branchenkreisen heißt es, dass ZF bei einer erfolgreichen Auftragsvergabe über mehrere Jahre hinweg mit mehreren Hundert Millionen Euro Umsatz rechnen darf. Dabei schließt diese Schätzung auch das lukrative Wartungs- und Servicegeschäft ein, das bei Rüstungsprojekten oft langfristig und margenreich ausfällt.

Für Privatanleger ist der Fall ZF Friedrichshafen dennoch komplex: Das Unternehmen ist nicht börsennotiert und befindet sich im Besitz der Zeppelin-Stiftung. Direkte Investitionsmöglichkeiten bestehen daher nicht – wohl aber indirekte über Zulieferer oder Partner im Rüstungssektor.

Der mögliche Bundeswehr-Auftrag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der europäische Verteidigungssektor insgesamt boomt. Vor dem Hintergrund gestiegener Verteidigungsausgaben in Deutschland und der NATO profitieren viele Rüstungsunternehmen von einer anhaltend hohen Nachfrage. ZF könnte diesen Rückenwind nutzen, um die Belastungen aus dem schwächelnden Automobilmarkt zumindest teilweise auszugleichen.

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