ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Zinkpreis unter Druck trotz historischer Benchmark

Rohstoffangebot erholt sich – Nachfrage bleibt schwach, Unsicherheit bei Marktprognosen wächst

 Zinkpreis unter Druck trotz historischer Benchmark

Zink zählt seit Jahresbeginn 2025 zu den schwächsten Metallen an der London Metal Exchange. Die jüngst vereinbarte jährliche Benchmark-Vergütung für das Schmelzen von Zinkkonzentrat bestätigt diese Entwicklung. Korea Zinc und der kanadische Bergbaukonzern Teck Resources einigten sich auf eine Gebühr von 80 US-Dollar pro Tonne – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 165 Dollar und laut der Beratungsfirma CRU der niedrigste Stand seit mindestens 50 Jahren.

In Zeiten eines Überangebots an Rohstoffen können Schmelzbetriebe höhere Gebühren verlangen, während sie bei Knappheit sinken. Der extrem niedrige Wert für 2025 könnte auf den ersten Blick als bullisches Signal gewertet werden. Im Vergleich zu den Spot-Gebühren, die Ende 2024 ins Negative rutschten, spiegelt die Vereinbarung jedoch vielmehr die Erwartung wider, dass sich das Angebot an gefördertem Zink im laufenden Jahr deutlich erholen wird.

Im Vorjahr fiel das Angebot an Zinkkonzentrat geringer aus als erwartet. Die Spot-Verarbeitungspreise fielen im vierten Quartal 2024 laut Daten der Shanghai Metal Market auf ein historisches Tief von minus 40 Dollar je Tonne. Ursachen waren unter anderem preisbedingte Minenschließungen im Jahr 2023 sowie Störungen wie ein Brand in der neuen Ozernoye-Mine in Russland. Die Internationale Blei- und Zink-Studiengruppe (ILZSG) hatte im April 2024 noch ein leichtes Produktionswachstum prognostiziert, musste im Februar jedoch ein Minus von 2,8 Prozent feststellen – das dritte Jahr in Folge mit sinkender Förderung.

Die verknappte Rohstoffverfügbarkeit führte dazu, dass die globale Produktion von raffiniertem Zink im Jahr 2024 um 2,6 Prozent sank, was ein Angebotsdefizit von 62.000 Tonnen zur Folge hatte. Aktuell ziehen die Spot-Verarbeitungspreise in China wieder an und lagen zuletzt bei 35 Dollar pro Tonne. Gleichzeitig stiegen die Importmengen von Zinkkonzentrat nach China in den ersten beiden Monaten des Jahres um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

China bezieht inzwischen wieder Zinkkonzentrat aus der Demokratischen Republik Kongo, wo die Kipushi-Mine wieder in Betrieb ist. Auch die Importe aus Russland haben sich mehr als verdoppelt, was auf eine Produktionssteigerung in der Ozernoye-Mine hindeutet. Die verbesserte Verfügbarkeit von Konzentrat und gestiegene Verarbeitungspreise veranlassen chinesische Schmelzbetriebe dazu, ihre Produktionsraten zu erhöhen.

Während das Angebot zunimmt, bleibt die Nachfrage gering. Laut ILZSG wuchs sie im Jahr 2024 global nur um 0,1 Prozent. Die Schwäche im Bauwesen sowie Unsicherheiten im verarbeitenden Gewerbe durch handelspolitische Entwicklungen belasten den Zinkmarkt. Der Preis für den Dreimonatskontrakt an der LME fiel unter 2.600 Dollar je Tonne – der niedrigste Stand seit August 2024.

ZinkRohstoffeAktienPreissenkungen

Disclaimer