Zuckerberg gesteht Fehler bei Metas KI-Transformation der Belegschaft
In einem internen Memo räumt Meta-Chef Mark Zuckerberg Fehler bei der KI-bedingten Umstrukturierung ein und verspricht mehr Stabilität.

Meta-Chef Mark Zuckerberg hat in einem internen Memo eingeräumt, dass der Social-Media-Konzern bei der KI-Transformation seiner Belegschaft Fehler begangen hat. Das Schreiben liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor. Zuckerberg investiert hunderte Milliarden US-Dollar in Künstliche Intelligenz, um die internen Abläufe von Meta grundlegend umzugestalten – ein Trend, der 2025 viele große US-Technologieunternehmen erfasst hat.
„Angesichts der Komplexität dieser Veränderungen haben wir Fehler gemacht und werden fast sicher noch weitere machen", schrieb Zuckerberg in dem Memo. Gleichzeitig betonte er, sich darauf zu konzentrieren, „so viel Stabilität wie möglich" in Bezug auf künftige organisatorische Änderungen zu gewährleisten. Meta selbst lehnte eine Stellungnahme zu dem Schreiben auf Anfrage von Reuters ab.
Massive Umstrukturierung im Mai
Hintergrund der Eingeständnisse ist eine weitreichende Umstrukturierung, die Meta im Mai durchgeführt hatte. Dabei wurden 10 Prozent der weltweiten Belegschaft entlassen und rund 7.000 Mitarbeiter in neue Initiativen rund um KI-Workflows versetzt. Zuckerberg erklärte, Meta werde versuchen, neue Aufgaben für jene Mitarbeiter zu finden, die für das Training von KI-Modellen umgeschult wurden.
„Durch die Schaffung wichtiger neuer Rollen für die Mitarbeiter konnten wir auch die Teamgrößen reduzieren, in dem Wissen, dass wir bei Fehlern an bestimmten Stellen einige Personen zurückversetzen könnten", so Zuckerberg. Diese Aussage verdeutlicht, dass der Konzern die Umstrukturierung als laufenden Prozess betrachtet, bei dem Korrekturen ausdrücklich eingeplant sind.
Für das laufende Jahr schloss Zuckerberg weitere unternehmensweite Entlassungen aus – allerdings mit einer klaren Einschränkung: „Ich möchte keine übertriebenen Versprechungen machen, da sich die Welt in einer Weise verändert, die außerhalb unserer Kontrolle liegt." Diese vorsichtige Formulierung spiegelt die Unsicherheit wider, die der rasante technologische Wandel mit sich bringt.
Flache Hierarchien und breite Kontrollspannen als Problem
Ein weiteres Thema des Memos betrifft die Managementstruktur. Zuckerberg räumte ein, dass Meta die Bedenken hinsichtlich einer zu großen Kontrollspanne von Führungskräften zur Kenntnis genommen habe und plane, diese Praxis zurückzufahren. Berichten zufolge wies Metas neue Abteilung „Applied AI Engineering" ein Verhältnis von bis zu 50 Fachkräften pro Manager auf – eine außergewöhnlich flache Hierarchie, die offenbar zu Problemen geführt hat.
Um den Zusammenhalt der Belegschaft zu stärken, kündigte Zuckerberg an, die Investitionen in Teambuilding-Initiativen zu erhöhen. Dazu gehören höhere Budgets für Offsites und Firmenveranstaltungen. Für Juli ist zudem ein groß angelegter Hackathon geplant, der die teamübergreifende Zusammenarbeit und die Entwicklung der neuesten KI-Modelle fördern soll.
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Zur AktienanalyseInvestitionsausgaben auf Rekordhoch
Finanziell setzt Meta weiterhin massiv auf KI: Im April hatte der Konzern seine Prognose für die jährlichen Investitionsausgaben auf eine Spanne zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar angehoben. Diese Summe unterstreicht, welche strategische Bedeutung Zuckerberg der Künstlichen Intelligenz für die Zukunft des Unternehmens beimisst.
Für Anleger und Beobachter zeigt das Memo zweierlei: Meta ist bereit, offen über Rückschläge bei der KI-Transformation zu sprechen – und der Konzern hält trotz der Herausforderungen an seinem ambitionierten KI-Kurs fest. Ob die angekündigten Korrekturen ausreichen, um die Belegschaft zu stabilisieren und die Transformation erfolgreich abzuschließen, bleibt abzuwarten.


