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Zuckerberg vor Gericht: Meta weist Vorwürfe zu Kindern zurück

Meta-CEO bestreitet in Los Angeles gezieltes Marketing an Minderjährige auf Instagram und Facebook.

Zuckerberg vor Gericht: Meta weist Vorwürfe zu Kindern zurück

Meta-Platforms-CEO Mark Zuckerberg hat am Mittwoch vor einem Gericht in Los Angeles energisch bestritten, dass seine Social-Media-Plattformen gezielt Kinder unter 13 Jahren ansprechen. Der Prozess gilt als wegweisend für die Frage, inwieweit Tech-Konzerne für Social-Media-Sucht bei Jugendlichen verantwortlich gemacht werden können.

Der Anwalt Mark Lanier konfrontierte Zuckerberg während der Verhandlung mit dessen Aussage vor dem US-Kongress aus dem Jahr 2024. Damals hatte der Meta-Chef erklärt, dass Nutzer unter 13 Jahren auf Instagram und Facebook nicht zugelassen seien. Lanier vertritt eine Klägerin, die Instagram und Googles YouTube vorwirft, ihre psychische Gesundheit im Kindesalter geschädigt zu haben.

Die Auseinandersetzung dreht sich um die Frage, ob Meta trotz offizieller Altersbeschränkungen faktisch eine deutlich jüngere Zielgruppe anspricht. Lanier präsentierte dem Gericht Beweise, die darauf hindeuten sollen, dass Kinder unter 13 Jahren eine zentrale Nutzergruppe der Plattformen darstellen. Zuckerberg wies diese Vorwürfe wiederholt zurück und betonte die bestehenden Schutzmechanismen.

Grundsatzentscheidung für Tech-Branche

Der Prozess in Los Angeles könnte weitreichende Folgen für die gesamte Social-Media-Industrie haben. Erstmals steht ein Tech-CEO persönlich vor Gericht, um sich zu Vorwürfen über die Auswirkungen seiner Plattformen auf die mentale Gesundheit junger Nutzer zu äußern. Verbraucherschützer und Elternverbände beobachten das Verfahren mit großem Interesse.

Meta betreibt neben Facebook und Instagram auch WhatsApp und hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als drei Milliarden aktive Nutzer. Das Unternehmen steht seit Jahren in der Kritik, nicht genug gegen die Nutzung durch Minderjährige zu unternehmen und süchtig machende Algorithmen einzusetzen.

Die Klägerin wirft Meta vor, dass die Plattformen bewusst so gestaltet seien, dass sie bei jungen Nutzern Abhängigkeit erzeugen. Ähnliche Vorwürfe richten sich auch gegen YouTube. Beide Unternehmen haben diese Anschuldigungen stets zurückgewiesen und auf ihre Jugendschutzmaßnahmen verwiesen.

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