Zurich steigert Prämieneinnahmen trotz Naturkatastrophen
Hurrikankosten belasten Schaden-Kosten-Satz, Lebensversicherung wächst stabil weiter

Die Zurich Insurance Group, einer der größten Versicherer Europas, setzt ihren Wachstumskurs fort und verzeichnet eine deutliche Steigerung der Prämieneinnahmen im laufenden Geschäftsjahr. Von Januar bis September 2024 konnte das Unternehmen die Bruttoprämien im Bereich Schaden- und Unfallversicherung um vier Prozent auf 36,13 Milliarden US-Dollar erhöhen. Dieser Anstieg erfolgte auf einer währungs- und akquisitionsbereinigten Basis und übertrifft die Prämieneinnahmen des Vorjahreszeitraums deutlich. Auch im Lebensversicherungsgeschäft zeigt sich eine positive Entwicklung. Hier stiegen die Neugeschäftsprämien um sechs Prozent und erreichten ein Volumen von 12,61 Milliarden US-Dollar.
Finanzchefin Claudia Cordioli bestätigte die starke Performance in allen Geschäftsbereichen und hob die solide Nachfrage im Firmen- und Privatkundensegment hervor. Insbesondere im fondsgebundenen Geschäft der Lebensversicherung konnte Zurich stabile Ergebnisse erzielen. Trotz dieser positiven Entwicklung sieht sich der Konzern mit erheblichen Belastungen durch Naturkatastrophen konfrontiert, die insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zu spüren sind. Der sogenannte Schaden-Kosten-Satz, der das Verhältnis von Schaden- und Verwaltungskosten zu den Prämieneinnahmen darstellt, stieg in den ersten neun Monaten auf 3,4 Prozent, verglichen mit 3,1 Prozent im Vorjahr. Dieser Anstieg zeigt die Belastung durch die vermehrten Schadensfälle, die jedoch durch die steigenden Prämieneinnahmen teilweise ausgeglichen werden.
Zusätzliche Belastungen entstanden im dritten Quartal durch Hurrikan „Helene“, der vor Steuern Kosten von etwa 160 Millionen US-Dollar verursachte. Der ebenfalls verheerende Wirbelsturm „Milton“ dürfte im vierten Quartal voraussichtlich weniger als 200 Millionen US-Dollar vor Steuern kosten. Trotz dieser außergewöhnlichen Aufwendungen sieht sich Zurich gut aufgestellt. Die Kapitalausstattung des Unternehmens ist nach eigenen Angaben robust, und die Solvenzquote nach dem Swiss Solvency Test (SST) betrug Ende September 224 Prozent.
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Zur AktienanalyseDie Gewinnzahlen wird Zurich turnusgemäß erst zum Jahresende veröffentlichen, nachdem bereits zur Jahresmitte eine Zwischenbilanz gezogen wurde. Am 21. November plant das Unternehmen, seine neuen Finanzziele für den Zeitraum 2025 bis 2027 zu verkünden, ein Jahr früher als ursprünglich vorgesehen. Die bisherigen Ziele waren bis 2025 angesetzt und sollten für Stabilität und Planbarkeit sorgen. Mit den vorgezogenen Vorgaben signalisiert Zurich jedoch eine offensive Haltung in einem zunehmend herausfordernden Versicherungsmarkt.


