Adidas kämpft mit Zöllen in den USA
Schwächeres Wachstum in Nordamerika trotz höherer Preise und optimistischer Gewinnprognose

Adidas hat im dritten Quartal in Nordamerika das schwächste Umsatzwachstum unter all seinen Regionen verzeichnet. Wie der deutsche Sportartikelhersteller mitteilte, stiegen die Erlöse der Marke Adidas in Nordamerika währungsbereinigt um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit blieb die Region hinter anderen Märkten zurück, in denen das Wachstum zwischen zehn und einundzwanzig Prozent lag. Unter Einbeziehung der Verkäufe der eingestellten Yeezy-Linie sanken die Umsätze in Nordamerika im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent.
Die Kennzahl für das Markenwachstum schließt die Umsätze der Yeezy-Sneaker aus, die in den Vereinigten Staaten besonders beliebt waren. Trotz des Wegfalls dieser Produktlinie konnte Adidas in anderen Regionen überdurchschnittlich zulegen. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche vorläufige Ergebnisse vorgelegt und seine Jahresprognose für den Gewinn angehoben. Nach eigenen Angaben gelang es, einen Teil der durch höhere US-Zölle verursachten Mehrkosten auszugleichen.
Auf dem US-Markt reagierte Adidas mit Preisanpassungen: Die beliebten Samba-Sneaker, die zuvor ab 90 US-Dollar erhältlich waren, kosten inzwischen mindestens 100 US-Dollar. Wie andere Sportartikelhersteller, die ihre Produkte überwiegend in Asien fertigen lassen, passt auch Adidas seine Lieferketten an und erhöht Preise, um die Auswirkungen der gestiegenen Importzölle insbesondere auf Waren aus China und Vietnam zu bewältigen.
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Zur AktienanalyseKonzernchef Bjørn Gulden sprach von einem volatilen Umfeld mit steigenden Zöllen und großer Unsicherheit sowohl bei Einzelhändlern als auch bei Verbrauchern weltweit. Zugleich betonte er, das Unternehmen richte seinen Fokus nun auf eine stabile Entwicklung in den kommenden Jahren. Adidas wolle den Übergang ins Jahr 2026 erfolgreich gestalten, insbesondere mit Blick auf bevorstehende Großereignisse wie die Olympischen Winterspiele und die Fußball-Weltmeisterschaft.


