Airbus: Gewinnplus trotz Triebwerkskrise – Auslieferungsziel 2026 verfehlt
Europäischer Flugzeugbauer steigert Q4-Gewinn um 7 Prozent, senkt aber Prognose wegen Pratt & Whitney-Engpässen

Die Airbus Group hat im vierten Quartal 2024 einen Gewinn pro Aktie von 3,27 Euro erzielt – ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis übertraf die Analystenschätzungen von 2,34 Euro deutlich. Dennoch trüben Lieferengpässe bei Triebwerken die Aussichten des europäischen Luftfahrtkonzerns erheblich.
Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis zum 31. Dezember um 5 Prozent auf 25,98 Milliarden Euro, blieb damit aber unter den Erwartungen von 27,5 Milliarden Euro. Der konsolidierte Auftragseingang erhöhte sich bis Ende 2025 auf 123,3 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand bei 619 Milliarden Euro liegt. Diese Zahlen belegen die anhaltend starke Nachfrage nach Airbus-Flugzeugen.
Für das laufende Jahr 2026 plant Airbus die Auslieferung von 870 Verkehrsflugzeugen – deutlich weniger als die von Bloomberg geschätzten 896 Maschinen. CEO Guillaume Faury machte dafür "erhebliche" Engpässe bei Pratt & Whitney-Triebwerken verantwortlich, die von einer Tochtergesellschaft der RTX Corp produziert werden.
Produktionsziele nach unten korrigiert
Als Reaktion auf die Triebwerkskrise senkte Airbus seine monatliche Produktionsrate für Schmalrumpfflugzeuge. Bis Ende 2027 sollen nun 70 bis 75 Einheiten pro Monat vom Band laufen, danach soll sich die Rate bei 75 Maschinen stabilisieren. Ursprünglich hatte der Konzern bereits für 2027 eine Rate von 75 Einheiten monatlich angepeilt.
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Zur AktienanalyseTrotz der operativen Herausforderungen schlägt Airbus seinen Aktionären eine Dividende von 3,20 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vor. Dies unterstreicht das Vertrauen des Managements in die langfristige Ertragskraft des Unternehmens, auch wenn kurzfristig Produktionshürden zu bewältigen sind.
Die Triebwerksproblematik betrifft insbesondere die Pratt & Whitney-Antriebe der neuesten Generation, die in vielen Airbus-Modellen zum Einsatz kommen. Branchenexperten rechnen damit, dass diese Lieferengpässe die gesamte Luftfahrtindustrie noch für mehrere Quartale belasten werden.


