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Amazon-Chef warnt: Trump-Zölle treiben Preise in die Höhe

Amazon-CEO Andy Jassy bestätigt erstmals spürbare Preisanstiege durch US-Zölle. Nach Monaten stabiler Preise zeigen sich nun die Auswirkungen der Handelspolitik.

Amazon-Chef warnt: Trump-Zölle treiben Preise in die Höhe

Amazon-Chef Andy Jassy hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eingeräumt, dass die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle zunehmend zu Preiserhöhungen führen. Dies stellt eine deutliche Kehrtwende gegenüber früheren Aussagen dar.

Vorratslager erschöpft

Amazon und viele seiner Drittanbieter hatten im Vorfeld der Zollankündigungen strategisch Lagerbestände aufgebaut, um die Mehrkosten abzufedern und Preise stabil zu halten. Diese Vorräte seien jedoch bereits im vergangenen Herbst aufgebraucht worden, erklärte Jassy im CNBC-Interview. Nun müssten Händler die höheren Importkosten zunehmend an Kunden weitergeben.

Drastische Wende in der Kommunikation

Noch im vergangenen Jahr hatte der Amazon-CEO erklärt, das Unternehmen habe "keinen merklichen Anstieg der Preise" festgestellt. Im April 2025 warnte Jassy allerdings bereits, dass viele Verkäufer "keine 50 Prozent zusätzliche Marge" hätten, um die Zollkosten selbst zu tragen.

Preiserhöhungen teilweise unvermeidlich

Amazon bemühe sich, die Preise "so niedrig wie möglich zu halten", räumte Jassy ein. In einigen Fällen seien Preiserhöhungen jedoch unvermeidlich. Mehrere Amazon-Verkäufer hatten gegenüber CNBC bereits bestätigt, dass sie aufgrund der gestiegenen Importkosten Preisanpassungen vornehmen mussten oder dies planen.

Auswirkungen für deutsche Verbraucher

Die Entwicklung bei Amazon zeigt exemplarisch, wie sich protektionistische Handelspolitik auf globale Lieferketten und letztlich auf Verbraucherpreise auswirkt. Auch deutsche Amazon-Kunden könnten indirekt betroffen sein, da viele Produkte über internationale Lieferketten bezogen werden.

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