Asiens Börsen auf Rekordhoch trotz Trump-Zöllen
Asiatische Aktienmärkte erreichen neue Höchststände, während Anleger auf Unternehmensgewinne setzen. Trumps 25%-Zölle gegen Südkorea sorgen für Unsicherheit und treiben Edelmetallpreise.

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag ein neues Rekordhoch erreicht. Trotz der jüngsten Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump gegen Südkorea zeigen sich Investoren optimistisch und setzen auf starke Quartalszahlen amerikanischer Technologiekonzerne. Die Nasdaq-Futures legten um 0,5% zu.
Trump kündigt drastische Zollerhöhung an
Präsident Trump kündigte am späten Montag an, die Zölle auf Importe aus Südkorea auf 25% anzuheben. Der Vorwurf: Die südkoreanische Regierung komme ihren Verpflichtungen aus dem Handelsabkommen mit Washington nicht nach. Südkorea ist die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens und ein wichtiger Handelspartner der USA.
Märkte reagieren gelassen
Überraschenderweise zeigten sich die Märkte von der Zollankündigung wenig beeindruckt. Der südkoreanische KOSPI-Index drehte nach anfänglichen Verlusten ins Plus und stieg um mehr als 2% auf ein neues Allzeithoch. Auch die europäischen Märkte stellen sich auf eine positive Eröffnung ein, wobei die EURO STOXX 50 Futures um 0,3% zulegten.
Fokus auf Tech-Giganten
"Die Begeisterung über die ereignisreichste Berichtswoche der Saison veranlasst Anleger dazu, ihr Engagement in Technologieaktien zu erhöhen", erklärt Jose Torres, Senior Economist bei Interactive Brokers. Ab Mittwoch legen vier der "Magnificent Seven" ihre Quartalszahlen vor, darunter Microsoft, Apple und Tesla. Die Erwartungen sind hoch.
Diplomatische Lösung in Sicht?
Eine Entspannung der Handelsspannungen könnte bereits in Sicht sein. Der südkoreanische Industrieminister Kim Jung-kwan reist am Freitag nach Washington. Torres sieht darin eine Chance, "die Spannungen abzubauen und der Regierung zusätzliche Zeit zu verschaffen, die Beziehungen zu verbessern".
Edelmetalle profitieren von Unsicherheit
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Zur AktienanalyseDie politische Unsicherheit treibt Anleger in sichere Häfen. Gold kletterte um 1% auf 5.065 US-Dollar pro Unze und liegt damit knapp unter dem Allzeithoch von 5.110 US-Dollar. Noch deutlicher fiel die Bewegung bei Silber aus, das um 4% auf 108 US-Dollar pro Unze zulegte.
Ausblick
Die kommenden Tage dürften entscheidend sein: Während die Quartalszahlen der Tech-Giganten die Märkte weiter antreiben könnten, bleibt die Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und Südkorea ein wichtiger Unsicherheitsfaktor für Investoren.


