Barrick Gold: Newmont-Zustimmung entscheidet über Nordamerika-Spin-off
Die geplante Abspaltung der nordamerikanischen Vermögenswerte von Barrick Gold steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Joint-Venture-Partner Newmont. Dokumente belegen eine bedeutende Machtverschiebung zwischen den beiden Bergbaugiganten.

Der kanadische Bergbaukonzern Barrick Gold steht bei seiner geplanten Umstrukturierung vor einer entscheidenden Hürde: Joint-Venture-Partner Newmont verfügt über ein Vorkaufsrecht bei den Nevada-Minen und kann damit die strategischen Pläne des Unternehmens maßgeblich beeinflussen. Dies geht aus Dokumenten hervor, die Reuters vorliegen.
Machtverschiebung zwischen Bergbaugiganten
Die aktuelle Situation markiert eine bemerkenswerte Kehrtwende in den Beziehungen der beiden Unternehmen. Noch vor wenigen Jahren hatte Barrick gehofft, die Minderheitsbeteiligung von Newmont an den Nevada-Minen zu erwerben. Ein Jahrzehnt zuvor hatte der kanadische Konzern sogar versucht, Newmont komplett zu übernehmen. Heute besitzt das in Denver ansässige Unternehmen Newmont 38,5 Prozent an Nevada Gold Mines (NGM), während Barrick 61,5 Prozent hält.
Börsengang mit Abhängigkeiten
Barrick plant nach dem Ausscheiden von Ex-CEO Mark Bristow einen Börsengang seiner nordamerikanischen Vermögenswerte. Dazu gehören NGM, die Pueblo Viejo Mine in der Dominikanischen Republik sowie die noch unterentwickelte Fourmile Mine in Nevada. Laut SEC-Dokumenten muss jedoch jede Übertragung von Anteilen die Zustimmung des Joint-Venture-Partners erhalten.
Finanzierung von Fourmile als Knackpunkt
Besonders kritisch ist die Situation bei der Fourmile Mine, die Barrick als zukünftiges Vorzeige-Asset vermarktet. Für die Entwicklung dieser Mine benötigt Barrick die finanzielle Beteiligung von Newmont. Die designierte Newmont-CEO Natasha Viljoen erklärte im Oktober 2025, man warte auf detaillierte Informationen von Barrick, bevor zusätzliches Kapital zugesagt werde.
Aktienperformance im Vergleich
Trotz eines beeindruckenden Kursanstiegs von 130 Prozent im Jahr 2025 hinkt Barrick im Fünf-Jahres-Vergleich hinterher. Die Aktie legte in diesem Zeitraum um 52 Prozent zu, während Konkurrent Agnico Eagle um 142 Prozent zulegte. Analysten sehen Barrick dennoch weiterhin als unterbewertet an.
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Zur AktienanalyseAusblick und nächste Schritte
Die Umstrukturierung von Barrick gehört zu den meist erwarteten Bergbau-Nachrichten des Jahres 2026, insbesondere vor dem Hintergrund rekordhoher Goldpreise. Das Unternehmen wird voraussichtlich im Februar im Rahmen der Bekanntgabe der Q4-Ergebnisse seine konkreten Pläne präsentieren. Barrick betonte in einer Stellungnahme, man respektiere das Joint Venture und halte sich an alle vertraglichen Bedingungen.
Newmont erklärte, die Joint-Venture-Vereinbarung habe sich gegenüber den öffentlich zugänglichen Informationen nicht geändert. Zum potenziellen Börsengang verfüge man über keine Informationen, die über das öffentlich Bekannte hinausgehen.


