BHP-Aktie bricht ein: Kostenexplosion beim Kali-Projekt Jansen
Der Bergbauriese BHP warnt vor massiven Kostensteigerungen beim Jansen-Projekt und kündigt eine Wertberichtigung von bis zu 2,3 Milliarden Dollar an.

Die Aktien der BHP Group (ASX: BHP) sind am Freitag im frühen Handel in Sydney um bis zu 3,7 Prozent auf A$62,66 gefallen. Auslöser war eine Warnung des australischen Bergbaukonzerns vor deutlich gestiegenen Kosten bei seinem Vorzeige-Kaliprojekt Jansen in Kanada sowie die Ankündigung einer unbaren Wertberichtigung von bis zu 2,3 Milliarden US-Dollar.
BHP gab bekannt, dass die Investitionsausgaben für die erste Phase des Jansen-Projekts auf 7,0 bis 7,4 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Damit überschreiten die Kosten die bisherige Schätzung von 5,7 Milliarden US-Dollar erheblich. Als Hauptgründe für den Kostenanstieg nannte das Unternehmen Inflationsdruck, Designänderungen sowie Produktivitätsherausforderungen.
Milliardenschwere Wertberichtigung im Geschäftsjahr 2026
BHP erwartet, im Geschäftsjahr 2026 eine Wertberichtigung nach Steuern in Höhe von rund 2,0 bis 2,3 Milliarden US-Dollar zu verbuchen. Diese Abschreibung spiegelt die revidierten Annahmen für den Zeitplan und die Wirtschaftlichkeit der Projektentwicklung wider. Für Anleger ist dies ein deutliches Signal, dass das ambitionierte Vorhaben teurer und möglicherweise zeitaufwendiger wird als ursprünglich geplant.
Das Jansen-Projekt befindet sich in der kanadischen Provinz Saskatchewan, einer der weltweit bedeutendsten Kaliregionen. Kali ist ein essenzieller Pflanzennährstoff und zentraler Bestandteil der globalen Düngemittelproduktion. Für BHP ist das Projekt von strategischer Bedeutung, da der Konzern seine Abhängigkeit von Eisenerz, Kupfer und Kohle reduzieren und sein Portfolio breiter aufstellen möchte.
BHP hält trotz Rückschlag am Projekt fest
Trotz der erheblichen Kostensteigerungen und der bevorstehenden Wertberichtigung bekräftigte BHP sein Bekenntnis zum Jansen-Projekt. Das Unternehmen verwies auf weiterhin starke langfristige Nachfragefaktoren für Kali, die durch das weltweite Bevölkerungswachstum und den steigenden Nahrungsmittelverbrauch gestützt werden.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger ist BHP als einer der weltgrößten Rohstoffkonzerne ein bekannter Name. Das Unternehmen ist neben der australischen Börse auch an anderen internationalen Handelsplätzen notiert. Die heutigen Nachrichten verdeutlichen die Risiken von Großprojekten im Bergbausektor, bei denen Kostensteigerungen durch Inflation und operative Herausforderungen keine Seltenheit sind.
Die Kombination aus explodierenden Investitionskosten und einer Milliarden-Abschreibung dürfte das Vertrauen der Investoren kurzfristig belasten. Ob BHP das Jansen-Projekt langfristig erfolgreich in Betrieb nehmen kann, bleibt angesichts der aktuellen Herausforderungen abzuwarten.


