Börsenbeben in der Windindustrie
Aktiensturz nach gestoppten Offshore-Projekten in den USA

Ein weiterer Rückschlag ereilt die Branche der Windenergie: Der dänische Energiekonzern Ørsted verzeichnete erhebliche finanzielle Einbußen, nachdem er mehrere Offshore-Windprojekte in den USA auf Eis legen musste. Die Entscheidung, die Arbeiten an diesen Projekten zu stoppen, führte zu einem drastischen Kurseinbruch des Unternehmens an der Börse. Ørsted sieht sich gezwungen, Milliardenbeträge abzuschreiben, was die ohnehin angespannte Situation im Windenergiesektor weiter verschärft.
Die Herausforderungen, mit denen Ørsted und ähnliche Unternehmen konfrontiert sind, spiegeln sich in der gesamten Branche wider. Es ist eine Periode, in der keines der Unternehmen in der Lage ist, Gewinne zu erzielen. Diese Schwierigkeiten sind auf eine Kombination aus Lieferkettenproblemen, der anhaltenden Inflation und den steigenden Zinsen zurückzuführen. Diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass die Kosten für Offshore-Windprojekte in schwindelerregende Höhen gestiegen sind.
Die Probleme von Ørsted stehen exemplarisch für die Schwierigkeiten der Branche, aber sie sind nicht isoliert. Andere Unternehmen, wie Siemens Energy und deren Windkrafttochter Gamesa, kämpfen ebenfalls mit internen und externen Herausforderungen. Von Qualitätsproblemen bis hin zu Schwierigkeiten bei der Produktionssteigerung – die Hindernisse sind vielfältig und komplex.
Diese branchenweiten Probleme haben erhebliche Auswirkungen auf die politischen Ambitionen verschiedener Länder, insbesondere in Bezug auf die Klimaschutzziele. Die EU und andere Nationen haben sich ehrgeizige Ziele zur Verringerung von CO2-Emissionen gesetzt, die durch die Schwierigkeiten in der Windkraftbranche gefährdet werden könnten. Auch die ambitionierten Pläne des US-Präsidenten Joe Biden, einen massiven Ausbau der Offshore-Windkraft zu realisieren, könnten durch diese Rückschläge beeinträchtigt werden.
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Zur AktienanalyseØrsted ist bei weitem nicht das einzige Unternehmen, das unter den hohen Kosten und den Herausforderungen der Offshore-Windprojekte in den USA leidet. Auch andere Branchengrößen wie BP und Equinor mussten Abschreibungen in beträchtlicher Höhe hinnehmen, nachdem ihre Forderungen nach günstigeren Bedingungen aufgrund der hohen Inflation abgelehnt wurden.


