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Börse uneinheitlich: S&P 500 und Nasdaq weichen von Rekordständen zurück

Im frühen Handel zeigen sich die US-Indizes gemischt, während Ölpreise wegen eines möglichen US-Iran-Deals deutlich nachgeben.

Börse uneinheitlich: S&P 500 und Nasdaq weichen von Rekordständen zurück

Die wichtigsten US-Aktienindizes präsentierten sich am Mittwoch im frühen Handel uneinheitlich. Der S&P 500 und der Nasdaq Composite zogen sich von ihren zuvor erreichten Allzeithochs zurück, während der Dow Jones Industrial Average leichte Gewinne verzeichnete. Im jüngsten Handel legte der Nasdaq um 0,3% zu, der S&P 500 um 0,1%, während der Dow um 0,3% stieg.

Am Vortag hatten der Nasdaq und der S&P 500 ihre am 14. Mai aufgestellten Intraday- und Schlusskursrekorde übertroffen. Chip-Aktien führten dabei die Gewinne an: Micron (MU) schnellte um beeindruckende 19% nach oben und überschritt erstmals eine Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar. Im frühen Handel des Mittwochs legte die Micron-Aktie weitere 1% zu, nachdem sie anfängliche Gewinne etwas korrigiert hatte.

„Dies ist ein kapitalorientierter Zyklus", kommentierte Mark Malek, CIO von Siebert Financial. Er brachte damit die gleichzeitig starken, KI-getriebenen Unternehmensgewinne und die schwachen Zahlen zum Verbrauchervertrauen in Einklang. „Aktienbesitzer sitzen im richtigen Zug, aber der Schaffner braucht immer noch Konsumenten, die weiterhin Fahrkarten kaufen."

Halbleiter-Sektor unter Druck, Marvell Technology im Fokus

Der iShares Semiconductor ETF (SOXX) verlor im frühen Handel 1,5%, nachdem er am Vortag noch um 6% gestiegen war. Der KI-Chip-Designer Marvell Technology (MRVL), der am Mittwoch nach Börsenschluss seine Quartalsergebnisse vorlegen sollte, sprang zunächst um 6% nach oben, drehte dann jedoch ins Minus und fiel um 2,5%. Auch Nvidia (NVDA), das wertvollste Unternehmen der Welt, verlor fast 2%, obwohl die Aktien der sogenannten „Magnificent Seven" insgesamt größtenteils höher notierten.

Salesforce (CRM), das ebenfalls am Mittwoch nach Börsenschluss seine Ergebnisse veröffentlichen sollte, stieg um 1%. Die Aktie hat seit Jahresbeginn jedoch fast ein Drittel ihres Wertes verloren, da Software-Aktien inmitten von Sorgen über KI-bedingte Disruptionen unter Druck standen.

Ölpreise brechen ein – US-Iran-Abkommen in Sicht?

Besonders auffällig war der deutliche Rückgang bei den Ölpreisen. Medienberichte über einen möglichen Entwurf für ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sorgten für erheblichen Verkaufsdruck. Laut staatlichem iranischen Rundfunk sehe der Entwurf eine Rückkehr zu den Vorkriegs-Schifffahrtsmengen in der Straße von Hormus innerhalb eines Monats vor. Die Frontmonatskontrakte der Sorte Brent fielen um 3,8% auf 95,80 US-Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) um 4,5% auf 89,70 US-Dollar nachgab.

Auch andere Anlageklassen reagierten auf das Marktumfeld. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen fiel unter 4,47%, nachdem sie am Dienstag noch über 4,49% geschlossen hatte. Gold-Futures verloren fast 2% und notierten bei 4.415 US-Dollar pro Unze. Bitcoin lag bei 74.800 US-Dollar und damit unter den nächtlichen Höchstständen von über 76.000 US-Dollar. Der US-Dollar-Index notierte 0,1% niedriger bei 99,08.

Einzelwerte: Zscaler bricht ein, Bath & Body Works mit Kurssprung

Auf Einzeltitelebene gab es deutliche Ausschläge in beide Richtungen. Zscaler (ZS) brach um 28% ein, nachdem das Cybersicherheitsunternehmen einen vorsichtigen Ausblick gegeben hatte. Bath & Body Works (BBWI) hingegen stieg um 15%, gestützt durch eine besser als erwartete Gewinnprognose. Insulet (PODD), ein Unternehmen im Bereich Diabetesmanagement, fiel um 7%, nachdem es eine freiwillige Korrektur für bestimmte Chargen von Insulin-Pods aufgrund eines Herstellungsproblems bekannt gegeben hatte.

Abseits des Tagesgeschehens sorgte eine Analyse der Transaktionen des Trusts von US-Präsident Donald Trump für Aufsehen. Eine Überprüfung durch Investopedia ergab allein im ersten Quartal dieses Jahres fast 4.000 Wertpapiertransaktionen. Der Trust schichtete demnach aggressiv in Aktien um und steigerte sein Handelsvolumen dramatisch – rund 75% aller Transaktionen seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit entfielen auf das erste Quartal 2026, mehr als die Hälfte davon allein im März. Das entspricht einem Tempo von 65 Transaktionen pro Handelstag. „Dies sind die ersten Transaktionen mit börsennotierten Aktien, die Trump oder irgendein amtierender Präsident während seiner Amtszeit offengelegt hat", sagte James Kardatzke, CEO von Quiver Quantitative.

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