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Cannabis-Volksabstimmung in North Carolina: Republikanische Führung blockiert Gesetzentwurf

Ein demokratischer Gesetzentwurf zur Cannabis-Legalisierung per Volksabstimmung scheitert voraussichtlich am Widerstand der republikanischen Senatsmehrheit in North Carolina.

Cannabis-Volksabstimmung in North Carolina: Republikanische Führung blockiert Gesetzentwurf

Im US-Bundesstaat North Carolina haben demokratische Senatoren einen Gesetzentwurf eingebracht, der den Bürgern die Möglichkeit geben soll, direkt über die Cannabis-Legalisierung abzustimmen. Der Senatsentwurf 1072 (S1072) sieht vor, im November zwei separate Verfassungsänderungen zur Abstimmung zu stellen – eine für den Freizeitgebrauch, eine für die medizinische Nutzung. Die Chancen auf eine Abstimmung im Senat sind jedoch gering: Der republikanische Senatspräsident Phil Berger signalisierte deutliche Skepsis.

„Ich bin mir nicht sicher, ob wir an einem Punkt sind, an dem die Legalisierung von Marihuana in Angriff genommen wird", sagte Berger (R-Rockingham) am Mittwochnachmittag. Er deutete lediglich an, dass Diskussionen über Hanf und bestimmte Hanfderivate stattfänden, ohne jedoch konkrete Ergebnisse in Aussicht zu stellen. „Es ist noch völlig unklar, ob wir über ein vollständiges Verbot, ein Regulierungssystem oder die Einbeziehung bestimmter Stoffe sprechen", so Berger.

Demokraten fordern Bürgerbeteiligung

Die Hauptinitiatorin des Entwurfs, Senatorin Kandie Smith (D-Edgecombe), betonte das Recht der Bürger auf Mitsprache: „Die Bürger von North Carolina verdienen eine Stimme bei der Bestimmung der künftigen Cannabispolitik in unserem Bundesstaat." Der Gesetzentwurf schaffe einen Weg, damit die Bevölkerung selbst darüber entscheiden könne, ob begrenzter Eigenbesitz und medizinische Verwendung von Cannabis verfassungsrechtlich zulässig sein sollten.

Senator Caleb Theodros (D-Mecklenburg), ein weiterer Hauptinitiator, zeigte sich trotz des politischen Gegenwinds „vorsichtig optimistisch". Er verwies auf frühere Äußerungen Bergers zur medizinischen Cannabis-Gesetzgebung als Zeichen einer gewissen Bewegung. „Wenn der Gesetzgeber dieses Problem nach jahrelanger Debatte nicht lösen kann, wer sollte es dann tun? Ich glaube, die Antwort ist einfach: die Bürger von North Carolina", sagte Theodros.

Breite Unterstützung in der Bevölkerung

Die öffentliche Meinung in North Carolina steht klar hinter einer Liberalisierung. Eine Umfrage des Meredith College vom Februar 2025 ergab, dass 71 Prozent der Bürger die Verabschiedung eines Gesetzes zur Zulassung von medizinischem Marihuana befürworten, während nur 17 Prozent dagegen sind. Auch Umfragen der Elon University und des Think Tanks Carolina Forward zeigten in den vergangenen Jahren Mehrheiten für Cannabis zu Genusszwecken.

North Carolina gehört zu den letzten zehn US-Bundesstaaten, die medizinisches Marihuana noch nicht zugelassen haben. In Ermangelung eines entsprechenden Programms haben sich viele Bürger der florierenden Hanfindustrie des Bundesstaates zugewandt, um medizinische Bedürfnisse wie Schmerzlinderung, Schlaflosigkeit und Angstzustände zu behandeln. Viele dieser Hanfprodukte könnten jedoch ab November wegfallen, wenn deutlich strengere Bundesbeschränkungen für hanfbasierte Konsumgüter in Kraft treten.

Gescheiterte Versuche in der Vergangenheit

Dies ist nicht der erste Anlauf für eine Cannabis-Liberalisierung im Bundesstaat. Im Jahr 2024 verabschiedete der Senat bereits einen Gesetzentwurf zur Legalisierung von medizinischem Marihuana mit deutlicher Mehrheit von 36 zu 10 Stimmen. Vorangetrieben wurde er von Senator Bill Rabon (R-Brunswick), einem Krebsüberlebenden, der angab, Cannabis habe ihm geholfen, eine intensive Chemotherapie gegen Darmkrebs zu überstehen. Das Repräsentantenhaus lehnte es jedoch ab, den Entwurf zu behandeln, da die Unterstützung der Republikaner in dieser Kammer nicht ausreichte.

Parallel dazu durchläuft derzeit ein Vorschlag das Repräsentantenhaus, der Personen unter 21 Jahren den Kauf von aus Hanf gewonnenen Konsumgütern untersagen würde. Die politische Debatte rund um Cannabis bleibt in North Carolina damit vielschichtig und ungelöst – trotz klarer Signale aus der Bevölkerung.

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