Citi hebt Goldpreis-Ziel auf 5.000 Dollar an – Warnung vor Zoll-Risiken
Die US-Investmentbank Citi hat ihre kurzfristigen Kursziele für Edelmetalle deutlich angehoben. Gold soll in den kommenden drei Monaten 5.000 Dollar je Unze erreichen, Silber sogar 100 Dollar.

Die Citigroup rechnet mit einer Fortsetzung des Bullenmarkts bei Edelmetallen bis Anfang 2026. Die Strategen um Kenny Hu hoben ihre Prognosen für die nächsten null bis drei Monate kräftig an: Gold soll 5.000 Dollar je Unze erreichen, Silber 100 Dollar. Als Hauptgründe nennt die Bank erhöhte geopolitische Risiken, anhaltende Marktengpässe und Unsicherheiten über die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed.
Silber übertrifft Gold deutlich
Gold hat bereits neue Rekordhöhen erreicht und legte im vergangenen Monat um 7 Prozent zu. In den letzten drei Monaten betrug das Plus 12 Prozent. Noch beeindruckender entwickelt sich Silber: Das weiße Edelmetall verteuerte sich im gleichen Zeitraum um 36 beziehungsweise 60 Prozent. Citi bekräftigt ihre Einschätzung, dass Silber weiterhin besser abschneiden wird als Gold.
Die Rallye hat sich inzwischen auf Industriemetalle ausgeweitet. Auch Kupfer und Aluminium verzeichnen starke Zuwächse. Die Strategen sehen ihre langjährige Prognose bestätigt, dass sich der Edelmetall-Bullenmarkt auf Industriemetalle ausweiten würde.
Physische Marktverknappung hält an
Besonders bei Silber und Platingruppenmetallen herrscht weiterhin eine physische Marktverknappung. Diese Situation könnte sich durch die angekündigten US-Zölle auf kritische Mineralien gemäß Abschnitt 232 noch verschärfen. Citi warnt vor "großen binären Risiken für Handelsströme und Preise".
In einem Hochzoll-Szenario könnten Metalle verstärkt in die USA verschifft werden, was die Engpässe vorübergehend verschärfen und extreme Preisspitzen auslösen könnte. Sobald jedoch Klarheit über die Zölle herrscht, dürften die US-Metallbestände wieder abfließen. Dies würde die physische Verknappung im Rest der Welt lindern und die Preise unter Druck setzen.
Kaufgelegenheit bei Kursrückgängen
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Zur AktienanalyseDa Silber die breitere Metallrallye anführt, warnen die Analysten: "Ein Zusammenbruch der Silberpreise aufgrund von zollbedingten Abflüssen könnte zu einem taktischen Ausverkauf bei anderen Edel- und Basismetallen führen." Dennoch betrachtet Citi solche Rücksetzer als Kaufgelegenheit, da die zugrunde liegenden bullischen Treiber intakt bleiben.
Ausblick: Nachlassende Nachfrage nach Edelmetallen
Über das erste Quartal hinaus erwartet Citi in ihrem Basisszenario nachlassende geopolitische Spannungen. Dies würde die Absicherungsnachfrage nach Edelmetallen im weiteren Jahresverlauf reduzieren, wobei Gold am stärksten betroffen wäre. Gleichzeitig rechnet die Bank damit, dass Industriemetalle wie Aluminium und Kupfer weiterhin gut abschneiden werden.


