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Curefoods stoppt IPO-Pläne wegen Bewertungsbedenken und volatiler Märkte

Der indische Cloud-Kitchen-Betreiber Curefoods legt seinen geplanten Börsengang auf Eis – institutionelle Investoren zeigen wenig Interesse.

Curefoods stoppt IPO-Pläne wegen Bewertungsbedenken und volatiler Märkte

Der indische Cloud-Kitchen-Betreiber Curefoods hat seine Pläne für einen Börsengang (IPO) vorerst gestoppt. Dies geschah nur wenige Monate nach Erhalt der behördlichen Genehmigung, wie die Economic Times am Montag berichtete. Volatile Märkte und die wachsende Skepsis institutioneller Anleger gegenüber verlustbringenden Start-ups haben das Vorhaben zunächst zum Scheitern gebracht.

Das Unternehmen hatte ursprünglich geplant, im Rahmen der öffentlichen Emission 8 Milliarden Rupien – umgerechnet rund 93 Millionen US-Dollar – einzusammeln. Die angestrebte Gesamtbewertung lag dabei bei etwa 40 Milliarden Rupien. Gegründet wurde Curefoods vom ehemaligen Flipkart-Manager Ankit Nagori, der mit dem Unternehmen mehrere bekannte Lebensmittelmarken unter einem Dach vereint.

Roadshows ohne Erfolg bei institutionellen Anlegern

Laut dem Bericht der Economic Times, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, gelang es Curefoods bei den Roadshows nicht, die notwendige Unterstützung von Investmentfonds und anderen institutionellen Anlegern für die angestrebte Bewertung zu gewinnen. Gerade bei verlustbringenden Technologie- und Internet-Unternehmen ist die Bereitschaft institutioneller Investoren, hohe Bewertungen zu akzeptieren, zuletzt deutlich gesunken. Dies spiegelt einen globalen Trend wider, der auch den indischen Kapitalmarkt erfasst hat.

Curefoods betreibt bekannte Marken wie EatFit, Krispy Kreme, CakeZone und Sharief Bhai Biryani. Das Unternehmen ist damit ein bedeutender Akteur im wachsenden Cloud-Kitchen-Segment, bei dem Speisen ausschließlich für die Lieferung produziert werden – ohne klassische Restaurantflächen für Gäste. Dieses Geschäftsmodell hat in den vergangenen Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen, steht jedoch auch unter dem Druck, Profitabilität nachzuweisen.

Ähnliche Verzögerungen bei anderen indischen Tech-Unternehmen

Der Schritt von Curefoods ist kein Einzelfall. Auch andere namhafte indische Technologieunternehmen wie PhonePe und Flipkart haben ihre Börsenpläne zuletzt verschoben. Hintergrund ist eine verstärkte Prüfung verlustbringender Internet-Unternehmen durch Investoren und Regulatoren gleichermaßen. Die Zeiten, in denen allein das Wachstumspotenzial für hohe Bewertungen ausreichte, scheinen vorerst vorbei zu sein.

Curefoods hat dem Bericht zufolge entschieden, die IPO-Pläne im nächsten Jahr erneut zu prüfen – vorausgesetzt, die Marktbedingungen verbessern sich bis dahin. Für deutsche Anleger, die in indische Wachstumsmärkte investieren möchten, verdeutlicht dieser Fall die Risiken, die mit Investments in noch nicht profitablen Start-ups verbunden sind. Die Bewertungsfrage bleibt ein zentrales Thema an den aufstrebenden Märkten Asiens.

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