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DAX zurück über 25.000 Punkte – KI-Euphorie beflügelt Märkte

25. Februar 2026 3 Min
DAX zurück über 25.000 Punkte – KI-Euphorie beflügelt Märkte

Nvidia-Quartalszahlen, ein Milliardendeal zwischen AMD und Meta sowie starke Signale aus dem KI-Sektor – die Börsen starten mit Rückenwind in den Handelstag. Der DAX gewinnt am Vormittag 0,2 Prozent auf 25.047 Punkte und überwindet damit wieder die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten, die er gestern angesichts anhaltender Zollsorgen kurzzeitig aufgeben musste.

Den Anstoß zur Erholung lieferte die Wall Street: Der Dow Jones legte am Vortag um 0,8 Prozent auf 49.174 Punkte zu. Auslöser war die Nachricht, dass das KI-Startup Anthropic mit seinem Chatbot Claude aktiv Partnerschaften mit anderen Unternehmen anstrebt – ein Signal, das die Technologiebranche beruhigte. Noch einen Tag zuvor hatte der Tech-Sektor unter der Sorge gelitten, Anthropic könnte als direkter Konkurrent auftreten.

Für zusätzliche Dynamik sorgte ein spektakulärer Milliardendeal: Meta, der Mutterkonzern von Facebook und Instagram, will KI-Chips beim Halbleiterhersteller AMD für bis zu 60 Milliarden Dollar beziehen. Im Gegenzug darf Meta seine Beteiligung an AMD auf bis zu zehn Prozent aufstocken. Diese Nachricht befeuerte nicht nur AMD-Aktien, sondern stärkte das Vertrauen in den gesamten KI-Chipsektor.

Auch in Asien zogen die Kurse kräftig an. Anleger setzten vor allem auf koreanische Chiphersteller, die als Profiteure des KI-Booms gelten. Der japanische Nikkei legte um beachtliche 1,9 Prozent zu.

Der mit Spannung erwartete Höhepunkt des Tages steht noch bevor: Nach Handelsschluss an der Wall Street legt Nvidia seine Quartalszahlen vor. Der führende Hersteller von KI-Chips gilt als Gradmesser für die gesamte Tech-Euphorie. Die zentrale Frage: Kann die tatsächliche Nachfrage nach KI-Chips mit den hochgesteckten Erwartungen der Branche mithalten?

Die Grundsatzrede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation hatte dagegen kaum Einfluss auf die Märkte. Trump lobte in der rekordlangen Ansprache die Erfolge seiner Regierung und verteidigte seine Zollpolitik – ohne jedoch konkrete Details zu nennen. Die Sorgen um US-Zölle und den Iran-Konflikt sind vorerst in den Hintergrund gerückt.

Am deutschen Markt hält sich die Euphorie trotz der positiven Stimmung in Grenzen. Alle drei DAX-Konzerne, die heute ihre Quartalszahlen vorlegten, notierten am Morgen im Minus – trotz solider Ergebnisse.

Der Gesundheitskonzern Fresenius schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinnplus ab: Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg um vier Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro, der Umsatz wuchs um fünf Prozent auf 22,55 Milliarden Euro. Das organische Wachstum von sieben Prozent erreichte das obere Ende der Prognose – angetrieben von der Medikamentensparte Kabi und der Klinikkette Helios.

Energiekonzern E.ON präsentierte ebenfalls Zuwächse, die jedoch mit Gewinnmitnahmen beantwortet wurden. Dank milliardenschwerer Netzinvestitionen steigerte E.ON das bereinigte operative Ergebnis 2025. Bis 2030 plant der Essener Konzern weitere Investitionen von 48 Milliarden Euro in den Netzausbau. Analysten lobten die Zahlen als solide und über den Erwartungen liegend – allerdings geht der Ausblick für das laufende Jahr von einem geringeren Ergebnis aus.

Heidelberg Materials erzielte 2025 erneut einen Rekord beim operativen Ergebnis und peilt auch für dieses Jahr ein weiteres Plus an. Vorstandschef Dominik von Achten verwies auf eine fortschreitende Stabilisierung in den Kernmärkten, auch wenn der Bausektor regional noch von Schwankungen geprägt sei.

Ein klarer Lichtblick ist die Nordex-Aktie, die stark gefragt ist. Der Windkraftanlagenbauer profitiert vom anhaltenden Nachfrageboom nach erneuerbaren Energien und schnelleren Genehmigungsverfahren. 2025 schnellte der Überschuss von 8,8 Millionen auf beeindruckende 274 Millionen Euro. Der Umsatz stieg von 7,3 auf 7,6 Milliarden Euro, der Auftragseingang erreichte mit 10,2 Gigawatt einen neuen Rekordwert. Für 2026 peilt Nordex einen Umsatz von 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro an.

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