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Delta Air Lines erhöht Gepäckgebühren wegen explodierender Kerosinpreise

Die US-Fluggesellschaft reagiert auf drastisch gestiegene Treibstoffkosten durch Spannungen im Nahen Osten.

Delta Air Lines erhöht Gepäckgebühren wegen explodierender Kerosinpreise

Delta Air Lines hat am Dienstag, dem 7. April, eine Erhöhung der Gepäckgebühren für Inlandsflüge sowie ausgewählte internationale Kurzstrecken angekündigt. Es ist die erste Anhebung der Inlandsgepäckgebühren bei Delta seit zwei Jahren. Auslöser sind die massiv gestiegenen Kerosinkosten infolge eskalierender Spannungen im Nahen Osten.

Die Erhöhung betrifft alle Buchungen, die am oder nach Mittwoch getätigt werden. Konkret steigen die Gebühren für das erste und zweite aufgegebene Gepäckstück jeweils um 10 US-Dollar, während das dritte Gepäckstück sogar um 50 US-Dollar teurer wird. Damit gelten künftig folgende Gebühren:

  • Erstes aufgegebenes Gepäckstück: 45 US-Dollar
  • Zweites aufgegebenes Gepäckstück: 55 US-Dollar
  • Drittes aufgegebenes Gepäckstück: 200 US-Dollar

Kerosinpreise auf Rekordhoch

Der Hintergrund der Maßnahme ist gravierend: Kerosin kostete vor den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran im Februar noch durchschnittlich etwa 85 bis 90 US-Dollar pro Barrel. Laut dem internationalen Luftverkehrsverband IATA ist der Preis inzwischen weltweit auf rund 209 US-Dollar pro Barrel angestiegen – mehr als eine Verdoppelung innerhalb weniger Wochen. Die Spannungen im Nahen Osten haben die Straße von Hormus beeinträchtigt, einen zentralen Korridor für den globalen Öltransport, was die Treibstoffpreise für Fluggesellschaften weltweit in die Höhe getrieben hat.

Delta ist mit dieser Herausforderung nicht allein. Bereits zuvor hatten die Konkurrenten United Airlines und JetBlue Airways ähnliche Schritte unternommen und ebenfalls ihre Gepäckgebühren angehoben. Die gesamte Luftfahrtbranche kämpft mit drastisch gestiegenen Betriebskosten, die die Margen erheblich unter Druck setzen.

Delta mit eigenem Puffer durch konzerneigene Raffinerie

Im Vergleich zu vielen Wettbewerbern verfügt Delta über einen gewissen Puffer: Das Unternehmen betreibt eine eigene Raffinerie im US-Bundesstaat Pennsylvania mit einer Kapazität von rund 190.000 Barrel pro Tag. Diese deckt fast drei Viertel des gesamten Treibstoffbedarfs der Fluggesellschaft ab. Dennoch bleibt Delta anfällig für Preissprünge beim Rohöl, da ein Teil des Bedarfs weiterhin am freien Markt gedeckt werden muss.

Für Vielflieger und Inhaber bestimmter Kreditkarten gibt es jedoch eine gute Nachricht: Die bestehenden Vorteile für aufgegebenes Gepäck im Rahmen der Vielfliegerprogramme, Premium-Tarifen und Co-Branding-Kreditkarten bleiben unverändert bestehen. Auch auf internationalen Langstrecken plant Delta keine Änderungen bei den Gepäckgebühren. Die Maßnahme zielt damit gezielt auf den Inlandsmarkt und ausgewählte Kurzstrecken ab, wo der Wettbewerbsdruck durch die gestiegenen Treibstoffkosten besonders spürbar ist.

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