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Denso senkt Gewinnprognose: Toyota-Zulieferer leidet unter Zöllen

Der japanische Automobilzulieferer reduziert Betriebsgewinnprognose um 17,8 Prozent wegen steigender Kosten.

Denso senkt Gewinnprognose: Toyota-Zulieferer leidet unter Zöllen

Der japanische Automobilzulieferer Denso hat seine Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert. Das Unternehmen, das als wichtigster Zulieferer von Toyota gilt, senkte die Prognose für den Betriebsgewinn um 17,8 Prozent auf 535 Milliarden Yen (3,44 Milliarden Euro). Ursprünglich hatte Denso mit 651 Milliarden Yen gerechnet.

Als Hauptgründe für die Prognosesenkung nannte das Unternehmen US-Importzölle sowie steigende Material- und Fixkosten. Etwa 56 Prozent seines Umsatzes erzielt der weltweit zweitgrößte Hersteller von Fahrzeugteilen mit Unternehmen der Toyota-Gruppe. Die Denso-Aktie reagierte mit Verlusten auf die Nachricht und schloss die Vormittagssitzung mit einem Minus von 1,5 Prozent.

Trotz der gesenkten Prognose zeigt sich Finanzvorstand Yasushi Matsui optimistisch. Sowohl Betriebsgewinn als auch Umsatz würden voraussichtlich Rekordhöhen erreichen, erklärte er. Ein positiver Effekt des Yen-Wechselkurses habe geholfen, den steigenden Kostendruck teilweise auszugleichen. Allerdings hätten Maßnahmen zur Abwehr der US-Zölle weniger Wirkung gezeigt als erwartet.

Starkes Quartalsergebnis

Für die drei Monate bis Ende Dezember meldete Denso einen Anstieg des Betriebsgewinns um 9,4 Prozent auf 164,5 Milliarden Yen. Damit erfüllte das Unternehmen die durchschnittlichen Erwartungen von acht befragten Analysten. Im Vorjahreszeitraum hatte der Betriebsgewinn noch bei 150,3 Milliarden Yen gelegen.

Der Anstieg wurde vor allem durch höhere Fahrzeugproduktionsvolumina in Nordamerika, Japan und Asien getrieben. Besonders der Umsatz mit Kunden der Toyota-Gruppe entwickelte sich positiv. Grund dafür war die stärkere Nachfrage nach Hybridfahrzeugen in den USA und anderen wichtigen Märkten.

Gemischte Entwicklung bei anderen Kunden

Die Verkäufe an andere ausländische und japanische Automobilhersteller zeigten hingegen ein uneinheitliches Bild. Während einige Geschäftsbeziehungen wuchsen, waren die Verkäufe an Honda Motor und Nissan Motor rückläufig. Dies unterstreicht die starke Abhängigkeit von Toyota, die für Denso sowohl Chance als auch Risiko darstellt.

Die Prognosesenkung verdeutlicht die Herausforderungen, denen Automobilzulieferer derzeit gegenüberstehen. Neben geopolitischen Unsicherheiten wie US-Zöllen müssen sie steigende Materialkosten bewältigen und sich gleichzeitig auf die Transformation der Automobilindustrie einstellen.

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