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Dollar fällt auf Vierjahrestief – Fed-Entscheidung im Fokus

US-Währung unter Druck durch Trump-Unsicherheit und Zweifel an Fed-Unabhängigkeit vor wichtiger Zinssitzung.

Dollar fällt auf Vierjahrestief – Fed-Entscheidung im Fokus

Der US-Dollar hat am Mittwoch seine Talfahrt fortgesetzt und notierte zeitweise auf dem tiefsten Stand seit fast vier Jahren. Der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, fiel um 0,1 Prozent auf 96,010 Punkte. Bereits am Vortag hatte die US-Währung 0,5 Prozent verloren.

Die anhaltende Schwäche des Dollars wird von mehreren Faktoren getrieben. Im Mittelpunkt steht die wachsende Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump. Hinzu kommen zunehmende Bedenken der Marktteilnehmer hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve.

Intervention am Devisenmarkt verunsichert Händler

Besondere Aufmerksamkeit erregt derzeit das Vorgehen der US-Behörden am Devisenmarkt. Ende vergangener Woche führten die Währungshüter Kursüberprüfungen beim Währungspaar USD/JPY durch – eine Maßnahme, die Marktteilnehmer häufig als Vorboten einer offiziellen Intervention werten. Diese ungewöhnliche Aktion hat die Nervosität unter Händlern zusätzlich verstärkt.

Alle Augen richten sich nun auf die anstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve. Die Notenbank steht vor der Herausforderung, zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturstützung abzuwägen. Anleger erwarten wichtige Signale zur künftigen Geldpolitik, die den weiteren Kurs des Dollars maßgeblich beeinflussen dürften.

Euro und Pfund geben Gewinne teilweise ab

Während der Dollar unter Druck steht, konnten Euro und britisches Pfund ihre anfänglichen Kursgewinne nicht vollständig verteidigen. Beide Währungen gaben im Tagesverlauf einen Teil ihrer Zugewinne wieder ab. Die Entwicklung zeigt, dass auch die europäischen Währungen nicht frei von eigenen Herausforderungen sind.

Für deutsche Anleger bedeutet der schwache Dollar günstigere Einkaufspreise bei US-Investments, gleichzeitig werden aber Exporte in die USA weniger wettbewerbsfähig. Das letzte Mal notierte der Dollar-Index auf vergleichbarem Niveau im Februar 2022, als die geopolitische Lage nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs die Märkte erschütterte.

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