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Europas Automarkt bricht ein: Benziner verlieren massiv Marktanteile

Im Januar 2026 sanken die Neuzulassungen in Europa um 3,5 Prozent – Benziner verzeichnen dramatische Einbrüche.

Europas Automarkt bricht ein: Benziner verlieren massiv Marktanteile

Europas Automobilmarkt hat zum Jahresauftakt 2026 einen deutlichen Rückschlag erlitten. Die Neuzulassungen in der Europäischen Union, Großbritannien, der Schweiz, Norwegen und Island sanken im Januar um 3,5 Prozent auf insgesamt 961.382 Fahrzeuge. Das zeigen aktuelle Daten des europäischen Branchenverbands ACEA.

Besonders stark traf es Norwegen, wo die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 76 Prozent einbrachen. Der skandinavische Markt gilt als Vorreiter bei der Elektromobilität und reagiert entsprechend sensibel auf Verschiebungen im Antriebsmix. Der Rückgang dort ist damit nicht nur ein Warnsignal, sondern auch ein Spiegel der tiefgreifenden Transformation der gesamten Branche.

Am härtesten traf es die Benziner: Deren Neuzulassungen sanken europaweit um rund 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresjanuar. In Frankreich brach der Absatz von Benzinfahrzeugen sogar um 49 Prozent ein, in Deutschland um 30 Prozent. Der Marktanteil der Verbrenner schrumpfte von knapp einem Drittel auf etwas mehr als ein Fünftel.

Elektroautos und Hybride gewinnen deutlich

Gleichzeitig legten alternative Antriebe kräftig zu. Batterieelektrische Fahrzeuge verzeichneten ein Plus von rund 14 Prozent, Plug-in-Hybride sogar von 32 Prozent und klassische Hybridautos von 6 Prozent. Zusammen kamen diese Antriebsarten auf einen Marktanteil von 69 Prozent – gegenüber 59 Prozent im Januar des Vorjahres.

Bei den Herstellern zeigte sich ein gemischtes Bild. Volkswagen, BMW, Renault und Toyota verzeichneten Rückgänge von 3,8, 5,7, 15 beziehungsweise 13,4 Prozent. Stellantis und Mercedes hingegen legten um 6,7 beziehungsweise 2,8 Prozent zu. Der chinesische Hersteller BYD stach mit einem Zulassungsplus von 165 Prozent besonders hervor.

Tesla setzte seinen Abwärtstrend fort und verzeichnete einen Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut ACEA war dies bereits der dreizehnte Monat in Folge mit sinkenden Verkaufszahlen für den US-Elektroautobauer.

Branche unter Druck: Chinesen, Zölle und Dekarbonisierung

Europas Automobilindustrie steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Traditionelle Hersteller kämpfen gegen günstigere chinesische Konkurrenzmodelle und navigieren gleichzeitig durch einen verlangsamten Dekarbonisierungskurs. Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch das globale Handelsumfeld: Der Oberste Gerichtshof der USA hatte zuletzt die meisten US-Zölle für rechtswidrig erklärt, was die Planungssicherheit für exportorientierte europäische Autobauer weiter erschwert.

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