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Europas Börsen im Plus – FTSE 100 durch Antofagasta unter Druck

Bergbauwerte belasten den Londoner Leitindex, während DAX und CAC 40 zulegen und Adyen mit 9,1% glänzt.

Europas Börsen im Plus – FTSE 100 durch Antofagasta unter Druck

Die europäischen Aktienmärkte präsentieren sich am Morgen überwiegend freundlich. Finanz- und Technologiewerte stützen die Indizes, während der Londoner FTSE 100 als Ausreißer mit einem Minus von 0,3% gegen den Trend notiert. Auslöser ist eine Prognosesenkung des Kupferminenkonzerns Antofagasta, die den gesamten Bergbausektor in Mitleidenschaft zieht.

Die Aktie von Antofagasta selbst verliert 4,7%, nachdem das Unternehmen seine Produktionsprognose für das laufende Jahr gesenkt hat. Der Ausverkauf greift auf andere Schwergewichte des Sektors über: Rio Tinto fällt um 4,2%, Fresnillo gibt 4,0% nach und Anglo American verliert 2,7%. Damit lastet der Bergbausektor spürbar auf dem britischen Leitindex.

Kontinentaleuropa zeigt sich stabiler

Auf dem europäischen Festland sieht das Bild deutlich besser aus. Der europaweite Stoxx 600 legt um 0,1% zu. Der deutsche DAX steigt um 0,35% und der französische CAC 40 um 0,2%. Beide Indizes profitieren von der positiven Stimmung in den Finanz- und Technologiesektoren.

Klarer Gewinner des Tages im Stoxx 600 ist der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen, dessen Aktie um beeindruckende 9,1% zulegt. Auch der dänische Schifffahrtsriese Maersk und der Schmuckhersteller Pandora können nach der Veröffentlichung ihrer Unternehmensergebnisse deutlich zulegen: Maersk steigt um 7,7%, Pandora um 4,5%. Starke Quartalszahlen erweisen sich damit einmal mehr als wichtiger Kurstreiber.

HSBC sieht Chancen bei chinesischen Immobilienentwicklern

Abseits der europäischen Marktbewegungen rückt auch der chinesische Immobiliensektor in den Fokus. Die Analysten von HSBC Global Investment Research sehen weiterhin Potenzial für positive Gewinnüberraschungen bei chinesischen Wohnimmobilienentwicklern. Als stützende Faktoren nennen die Experten eine voraussichtlich robuste Hochsaison im September und Oktober, die Stärke des Grundstücksmarktes sowie eine aufgestaute Nachfrage nach einem ungewöhnlich regenreichen Sommer.

„Wir bleiben konstruktiv und erwarten eine weitere Stabilisierung der Immobilienpreise, getragen von einer robusten Nachfrage im Luxussegment und einer gesunden Liquidität am Zweitmarkt", heißt es in der HSBC-Mitteilung. Grundstücksauktionen könnten zudem als Katalysatoren für einzelne Entwickler wirken, da Regierungen das Landangebot ausweiten. Zu den von HSBC bevorzugten Titeln zählen China Resources Land und C&D International – beide punkten laut den Analysten mit Marktführerschaft bei High-End-Projekten und einer deutlicheren Gewinnvisibilität.

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