Ex-Mercedes-Manager übernimmt Tesla-Fertigung in Grünheide
Umstrukturierungen und neue Führung sollen Effizienz und Erfolg sichern

Christian Adrian wird eine Schlüsselrolle in Teslas deutschem Werk in Grünheide übernehmen. Der frühere Mercedes-Manager wird fast die gesamte Fertigung in der Fabrik leiten, wie der Werksleiter Andre Thierig auf einer Betriebsversammlung am Donnerstag bestätigte. Thierig erklärte, dass Adrian für alle Fertigungsprozesse am Standort verantwortlich sein wird, mit Ausnahme der Zelle-Sparte, die derzeit ausschließlich für den Cybertruck produziert. Thierig betonte, dass alles andere, was mit der direkten Fertigung in Zusammenhang steht, nun von Adrian und seinem Team verantwortet werde.
Adrian übernimmt damit auch die Aufgaben des früheren Geschäftsführers Heiko Steinmetz, der Mitte Mai aus persönlichen Gründen zurückgetreten war. Steinmetz war unter anderem Chef der Antriebssparte (Powertrain) in Grünheide, eine für Tesla wichtige Position. Thierig zufolge musste Tesla aufgrund des Rücktritts von Steinmetz viele organisatorische Änderungen vornehmen. Er erläuterte, dass es viele Veränderungen gegeben habe, die jedoch nicht alle Mitarbeiter direkt betreffen würden. Ziel des Managements sei es, die Teams enger zusammenzuführen und die Organisation von Powertrain und Vehicle zu vereinen.
Adrian verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Automobilbranche. Seinem Linkedin-Profil zufolge arbeitete er vier Jahre lang für Daimler, darunter etwa eineinhalb Jahre als Chief Engineer Production bei dem deutsch-chinesischen Joint Venture Beijing Benz Automotive in Peking. Im Oktober 2020 trat Adrian bei Tesla in Grünheide ein und war zuletzt als „Director Vehicle Manufacturing“ tätig.
Im Mai kündigte Tesla an, zehn Prozent der Belegschaft zu entlassen, darunter auch Spitzenmanager wie Rohan Patel, verantwortlich für Öffentlichkeitspolitik und Geschäftsentwicklung, und Drew Baglino, globaler Chef für Antriebe und Energie. Baglino war insbesondere für die Batterieentwicklung verantwortlich, bei der es zuletzt Probleme gab. Nach dem Rücktritt von Steinmetz bedankte sich Werksleiter Thierig bei der Betriebsversammlung und betonte, dass Steinmetz immer eine wichtige Rolle im Unternehmen gespielt habe. „Es gab nie eine Zeit ohne Heiko, aber die Zeit ist jetzt leider gekommen“, sagte Thierig.
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Zur AktienanalyseNach dem jüngsten Personalabbau und der Umstrukturierung in der Werksorganisation hat Tesla viele Mitarbeiter in neue Positionen gebracht. Thierig zeigte sich optimistisch, dass sich die Mitarbeiter schnell an die neuen Strukturen gewöhnen werden und Tesla bald wieder auf Erfolgskurs sein werde. Die Umstrukturierungen und die Neubesetzung von Führungspositionen sollen dazu beitragen, die Effizienz der Produktion in Grünheide zu steigern und die langfristigen Ziele des Unternehmens zu erreichen.


