Fed-Entscheid sorgt für Ernüchterung an den Märkten
Das Marktupdate von Aktien.news

Die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve, den Leitzins um 25 Basispunkte auf die neue Spanne von 4,75 bis 5,0 Prozent zu erhöhen, hat zu einer Ernüchterung an den Aktienmärkten geführt. Viele Marktbeobachter und Händler hatten auf ein Ende der Zinserhöhungen oder gar auf Zinssenkungen in diesem Jahr gehofft. Der DAX startete verhalten in den Handelstag und gab zur XETRA-Eröffnung um 0,2 Prozent auf 15.178 Punkte nach. Entsprechend spricht aktuell nicht viel für eine Fortsetzung der starken Aufwärtsbewegung vom Wochenbeginn.
Gefragt sind dagegen der Euro und Gold. Der Euro hat seine gestrigen Kursgewinne ausgebaut und ist über die Marke von 1,09 Dollar gestiegen. Aktuell werden für einen Euro 1,0906 Dollar gezahlt. Der zweite große Gewinner des Fed-Entscheids ist Gold. Das Edelmetall profitiert von dem gesunkenen Dollar, wird es dadurch doch für Käufer aus dem Nicht-Dollar-Raum billiger. Das stärkt die Nachfrage, was sich wiederum in einem steigenden Goldpreis widerspiegelt: Die Feinunze Gold kostet am Morgen 1978 Dollar und damit rund 40 Dollar mehr als vor dem Fed-Entscheid.
Im weiteren Handelsverlauf könnten an den Devisen- wie auch den Aktienmärkten die anstehenden Zinsentscheidungen der Schweizer Nationalbank (SNB) und der Bank of England (BoE) für Bewegung sorgen. Bei der BoE gilt eine Zinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent als wahrscheinlich. Im Februar war die Inflation auf der Insel überraschend auf 10,4 Prozent gestiegen.
Die Vorstandsvorsitzende der Citigroup, Jane Fraser, äußerte sich zuversichtlich über das US-Bankensystem. Der Bankensektor sei trotz der aufsehenerregenden Bankenschließungen "ziemlich gesund", sagte Fraser in einer Rede im Economic Club of Washington. "Dies ist keine Kreditkrise."
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDas Finanz-Start-up Raisin, bekannt für die Zinsplattform "Weltsparen", hat in einer Finanzierungsrunde 60 Millionen Euro eingesammelt. Mit dem Geld will das Unternehmen unter anderem das Wachstum im lukrativen US-Markt vorantreiben, wo es seit 2020 aktiv ist.


