Fidelity China Special Situations: Günstige Aktien reif für Erholung
Fondsmanager Dale Nicholls setzt auf unbeliebte Marktsegmente in China und erklärt seine Strategie bei niedrigen Bewertungen.

Dale Nicholls, Manager des Investment Trusts Fidelity China Special Situations, richtet seinen Blick gezielt auf unbeliebte Marktbereiche in China. Im Rahmen eines Insider-Interviews mit dem Finanzportal Interactive Investor erläutert er, wie er von niedrigen Bewertungen profitieren möchte. Seine Strategie zielt darauf ab, Aktien zu identifizieren, die vom Markt derzeit gemieden werden, aber Erholungspotenzial besitzen.
Nicholls spricht in dem Interview auch über die größte private Beteiligung seines Fonds: ByteDance, den Eigentümer der weltweit bekannten Videoplattform TikTok. ByteDance ist nicht börsennotiert, stellt aber dennoch eine bedeutende Position im Portfolio des Fidelity China Special Situations dar. Das Unternehmen gilt als eines der wertvollsten privaten Tech-Unternehmen der Welt und steht regelmäßig im Fokus geopolitischer Debatten, insbesondere rund um die Präsenz von TikTok in westlichen Märkten.
Technologie und KI im Fokus
Neben ByteDance thematisiert Nicholls auch den breiteren Technologiesektor sowie das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Beide Bereiche spielen eine zentrale Rolle in der aktuellen Anlagestrategie des Fonds. Chinas Technologiesektor hat in den vergangenen Jahren erhebliche Schwankungen erlebt, unter anderem durch regulatorische Eingriffe der chinesischen Regierung und geopolitische Spannungen mit westlichen Ländern.
Für deutsche Privatanleger ist der Fidelity China Special Situations ein bekanntes Vehikel, um gezielt in chinesische Aktien zu investieren. Investment Trusts sind in Großbritannien börsennotierte Investmentgesellschaften, die ähnlich wie geschlossene Fonds funktionieren und an der Börse gehandelt werden. Sie ermöglichen es Anlegern, auch in schwer zugängliche Märkte wie den chinesischen zu investieren.
Chancen in unbeliebten Marktsegmenten
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Zur AktienanalyseDie Strategie, auf unbeliebte und niedrig bewertete Marktsegmente zu setzen, ist ein klassischer Value-Investing-Ansatz. Nicholls verfolgt damit das Ziel, Aktien zu kaufen, die unter ihrem inneren Wert gehandelt werden und von einer möglichen Neubewertung durch den Markt profitieren könnten. Gerade in China, wo viele internationale Investoren aufgrund von Unsicherheiten zurückhaltend agieren, können sich solche Gelegenheiten häufen.
Der chinesische Aktienmarkt gilt bei vielen westlichen Investoren als risikobehaftet, bietet aber gleichzeitig Bewertungen, die im globalen Vergleich oft deutlich günstiger sind. Nicholls sieht darin offenbar eine Chance, die er für seine Anleger nutzen möchte. Das Interview mit Interactive Investor gibt Einblick in die Denkweise eines erfahrenen China-Spezialisten, der trotz eines schwierigen Marktumfelds aktiv nach Renditechancen sucht.


