Fisker korrigiert Produktionsziele deutlich nach unten
Elektroauto-Start-up reduziert Prognose für 2023 aufgrund von Schwierigkeiten bei der Fahrzeug-Auslieferung

Das US-Elektroauto-Start-up Fisker steht aktuell vor erheblichen Herausforderungen. Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Auslieferungsinfrastruktur musste das Unternehmen seine Produktionsziele für das laufende Jahr signifikant nach unten korrigieren. Ursprünglich hatte Fisker geplant, zwischen 20.000 und 23.000 Fahrzeuge zu fertigen, doch nun wurden diese Zahlen auf 13.000 bis 17.000 Autos reduziert.
Dieser Schritt wurde notwendig, um zu vermeiden, dass das Unternehmen auf fertigen, aber nicht auslieferbaren Autos sitzen bleibt. Laut Fisker-Chef Henrik Fisker mangelt es vor allem an Technikern und Dienstleistern, die für die Übergabe der Fahrzeuge an die Kunden zuständig sind. „Die Leute haben bezahlt und warten auf ihre Autos, und einige sind ziemlich sauer“, erklärte Fisker. Um das Problem zu beheben, stellt das Unternehmen derzeit 20 bis 30 neue Mitarbeiter ein.
Die Nachricht von der reduzierten Produktion führte zu einem deutlichen Rückgang des Aktienkurses von Fisker. Im vorbörslichen Handel fielen die Aktien um 13,4 Prozent. Auch die Finanzzahlen des Unternehmens für das abgelaufene Quartal waren nicht zufriedenstellend. Der Umsatz lag mit 71,8 Millionen Euro unter den Erwartungen der Analysten, und der Verlust war mit 91 Millionen Euro höher als prognostiziert.
Die Bekanntgabe dieser Zahlen wurde zudem durch den Weggang des Chefbuchhalters verzögert. Fisker räumte ein, dass es „substanzielle Schwächen bei den internen Kontrollen zur Buchhaltung“ gebe, die sich auf unterschiedliche Vorgaben in verschiedenen Ländern beziehen, einschließlich Derivaten und Lagerbeständen bei den Auftragsfertigern.
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Zur AktienanalyseDerzeit lässt Fisker seine Fahrzeuge bei Magna in Österreich fertigen. Um seine Position zu stärken, befindet sich das Unternehmen in Verhandlungen mit fünf Autobauern über eine mögliche strategische Partnerschaft. Henrik Fisker zeigt sich optimistisch, in den kommenden Monaten zu einem Ergebnis zu kommen.


