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Fleischfressende Schraubenwurmfliege nur 40 Kilometer von US-Grenze entfernt

Eine parasitäre Fliege bedroht die US-Viehwirtschaft – der Erreger wurde in Mexiko nahe der Grenze nachgewiesen.

Fleischfressende Schraubenwurmfliege nur 40 Kilometer von US-Grenze entfernt

Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege wurde in Mexiko nur noch 25 Meilen (rund 40 Kilometer) von der US-amerikanischen Grenze entfernt nachgewiesen. US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins bestätigte den Fund am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Reportern. Entdeckt wurde der Parasit bei einer fünfjährigen Ziege im mexikanischen Bundesstaat Coahuila.

Rollins bezeichnete die Lage als äußerst ernst: „Es besteht kein Zweifel daran, dass dies eine sehr, sehr ernste Bedrohung für unseren Viehbestand darstellt." Es handelt sich laut USDA um den bislang nächsten bestätigten Fall an der US-Grenze während des aktuellen Ausbruchs. Bereits am Freitag zuvor hatte das US-Landwirtschaftsministerium gemeldet, dass die Fliege bei einem jungen Schaf innerhalb von 31 Meilen (50 Kilometer) zur Grenze gefunden worden war.

Was macht die Schraubenwurmfliege so gefährlich?

Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege (englisch: New World Screwworm) ist ein parasitärer Schädling, der Warmblüter bei lebendigem Leib befällt. Die Larven der Fliege fressen sich buchstäblich in das lebende Gewebe ihrer Wirtstiere – darunter Rinder, Schafe, Ziegen, aber auch Wildtiere und im Extremfall Menschen. Werden befallene Tiere nicht rechtzeitig behandelt, tötet der Parasit seine Wirte schließlich.

Viehzüchter in den USA beobachten die Ausbreitung der fleischfressenden Fliege in Richtung Norden durch Mexiko bereits seit mehr als einem Jahr mit wachsender Sorge. Die geografische Nähe zur US-Grenze erhöht nun den Druck auf die Behörden erheblich, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Milliardenschäden für die US-Wirtschaft befürchtet

Die wirtschaftlichen Konsequenzen eines möglichen Eintrags in die USA wären gravierend. Experten zufolge könnte die Schraubenwurmfliege allein in der texanischen Wirtschaft Schäden in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar verursachen. Darüber hinaus droht eine Verknappung des US-Rinderangebots, was die Rindfleischpreise in den Vereinigten Staaten in die Höhe treiben würde.

Für deutsche Verbraucher und Investoren ist die Entwicklung ebenfalls relevant: Die USA gehören zu den weltweit größten Rindfleischproduzenten und -exporteuren. Störungen in der US-Rindfleischversorgung könnten sich auf globale Agrarrohstoffmärkte und Lebensmittelpreise auswirken. Die Situation verdeutlicht einmal mehr, wie anfällig internationale Lieferketten für biologische Bedrohungen sein können.

Das USDA steht nun unter erheblichem Druck, eine Einschleppung des Schädlings in die USA zu verhindern. Konkrete Gegenmaßnahmen oder Grenzschutzmaßnahmen wurden in der Telefonkonferenz von Ministerin Rollins nicht im Detail genannt.

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