Ford verzeichnet Milliardenverlust – Aktie hält sich stabil trotz Gewinnrückgang
Autobauer verfehlt Analystenschätzungen im vierten Quartal deutlich, zeigt sich aber optimistisch für 2026.

Der US-Autobauer Ford Motor Company hat im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 11,1 Milliarden US-Dollar verbucht. Hauptgrund für das dramatische Minus waren erhebliche Abschreibungen auf die Elektrofahrzeug-Sparte, die das Unternehmen bereits im Vorfeld angekündigt hatte. Trotz der hohen Verluste reagierten Anleger zurückhaltend – die Aktie notierte im nachbörslichen Handel nahezu unverändert.
Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei lediglich 13 Cent und verfehlte damit die Erwartungen der Wall-Street-Analysten von 19 Cent deutlich. Im regulären Handel hatte die Ford-Aktie bei 13,57 US-Dollar geschlossen, was einem leichten Tagesverlust von 0,15 Prozent entspricht. Die verhaltene Reaktion der Börse deutet darauf hin, dass Investoren die Abschreibungen bereits eingepreist hatten.
Optimistische Prognose für 2026
Trotz der schwachen Quartalszahlen blickt das Management zuversichtlich in die Zukunft. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Ford ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 8 und 10 Milliarden US-Dollar. Diese Bandbreite signalisiert eine deutliche Erholung gegenüber dem schwierigen Schlussquartal 2025.
Die hohen Abschreibungen auf Elektrofahrzeug-Programme spiegeln die Herausforderungen wider, mit denen traditionelle Autobauer bei der Transformation zur Elektromobilität konfrontiert sind. Ford hatte in den vergangenen Jahren massiv in den Aufbau seiner E-Fahrzeugsparte investiert, musste nun aber die Erwartungen an die Profitabilität dieser Geschäftseinheit nach unten korrigieren.
Branchenweite Herausforderungen
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Zur AktienanalyseDie Entwicklung bei Ford steht exemplarisch für die Schwierigkeiten der gesamten Automobilindustrie. Hohe Entwicklungskosten für Elektrofahrzeuge, schwankende Nachfrage und intensiver Wettbewerb belasten die Margen. Gleichzeitig müssen die Hersteller massive Investitionen tätigen, um regulatorische Vorgaben zu erfüllen und im Technologiewettlauf nicht zurückzufallen.
Für deutsche Anleger bleibt Ford ein Barometer für die Verfassung der US-Automobilindustrie. Die Fähigkeit des Unternehmens, die angekündigte Erholung im Jahr 2026 tatsächlich zu realisieren, wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell sich die Elektrofahrzeug-Sparte stabilisieren lässt und ob die traditionellen Geschäftsbereiche ihre Profitabilität aufrechterhalten können.


