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Ford-Zulieferer Novelis kämpft nach Brand mit Produktionsausfällen bei Aluminium

Warmwalzwerk in New York noch immer nicht voll einsatzfähig – Auswirkungen auf F-Serie unklar

Ford-Zulieferer Novelis kämpft nach Brand mit Produktionsausfällen bei Aluminium

Mehr als vier Monate nach einem verheerenden Brand kämpft der Ford-Zulieferer Novelis weiterhin mit massiven Produktionsproblemen. Das Warmwalzwerk in New York, das Aluminium für Fords lukrative Pick-up-Trucks der F-Serie liefert, hat die volle Produktion noch immer nicht wieder aufgenommen. Dies bestätigten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters.

Der Großbrand im September 2024 hatte weitreichende Folgen für Ford. Der US-Autobauer senkte daraufhin seine Gewinnprognose für 2025 und kündigte an, dass bis Ende des Jahres die Produktion von bis zu 100.000 Pick-up-Trucks der F-Serie ausfallen würde. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf bis zu 2 Milliarden US-Dollar, von denen Ford etwa die Hälfte abfedern will.

Ursprünglich hatte Novelis angekündigt, die volle Produktion bis Ende Dezember 2024 wieder aufzunehmen. Ein weiterer Brand Ende November durchkreuzte jedoch diese Pläne. Ford erklärte zwar, dass der zweite Brand die Gewinnprognosen nicht verändere, doch die Auswirkungen des verlängerten Stillstands auf die Quartalsergebnisse bleiben unklar.

Alternative Beschaffungswege aktiviert

Novelis nutzt nach eigenen Angaben alternative Quellen, um die Ausfälle zu kompensieren. Das Unternehmen greift dabei auf sein globales Netzwerk an Werken und Branchenpartner zurück. Ford bezieht mittlerweile Aluminium von anderen Novelis-Anlagen, wie Führungskräfte des Autobauers bestätigten.

Die F-Serie ist mit Abstand Fords wichtigstes Produkt und erwirtschaftet Analystenschätzungen zufolge den Großteil des weltweiten Gewinns. Der F-150 und der größere Super Duty Truck verwenden eine weitgehend aus Aluminium bestehende Karosserie, was Ford zu einem Hauptkunden von Novelis macht.

Produktionserhöhung als Kompensation geplant

Um die Produktionsverluste auszugleichen, kündigte Ford im vergangenen Jahr an, die Fertigung seiner F-150 und Super Duty Trucks in den Werken Michigan und Kentucky im Jahr 2026 um mehr als 50.000 Fahrzeuge zu steigern. Gleichzeitig stellte das Unternehmen im Rahmen einer Abschreibung von 19,5 Milliarden Dollar auf seine Elektrofahrzeug-Programme die Produktion des elektrischen F-150 Lightning ein, der ebenfalls Aluminium von Novelis bezog.

Die Wiederaufbaukosten für die beschädigten Bereiche und Anlagen in New York beziffert Novelis in einem Antrag auf finanzielle Unterstützung beim Oswego County auf insgesamt 255 Millionen Dollar. Ford will am 10. Februar bei der Vorlage der Quartalsergebnisse ein Update zur aktuellen Situation geben.

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