ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Galeria: Vermieter verweigern Zugeständnisse bei neuer Verhandlungsrunde

Nach drei Insolvenzverfahren seit 2020 stoßen Galerias erneute Forderungen nach Mietkonzessionen bei ersten Vermietern auf klare Ablehnung.

Galeria: Vermieter verweigern Zugeständnisse bei neuer Verhandlungsrunde

Die Warenhauskette Galeria steht erneut vor einer schwierigen Verhandlungsrunde mit ihren Vermietern. Seit 2020 hat das Unternehmen bereits drei Insolvenzverfahren durchlaufen – und jedes Mal wurden dabei Filialen geschlossen sowie Eigentümer der Warenhausimmobilien zu Zugeständnissen gedrängt. Nun fordert Galeria abermals Konzessionen von den Vermietern seiner Standorte.

Doch die Geduld auf Vermieterseite scheint diesmal erschöpft zu sein. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, winken erste Vermieter bereits ab – noch bevor die Verhandlungen richtig begonnen haben. Das Signal ist deutlich: Die Bereitschaft, erneut Abstriche beim Mietzins zu machen, ist spürbar gesunken.

Wiederholungsmuster mit wachsendem Widerstand

Das Muster wiederholt sich zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre. Bei jedem der bisherigen Insolvenzverfahren mussten Immobilieneigentümer Mietreduktionen hinnehmen, um den Weiterbetrieb der Filialen zu ermöglichen. Für viele Vermieter war dies Teil eines schmerzhaften, aber vermeintlich einmaligen Kompromisses – der sich nun als wiederkehrendes Szenario entpuppt.

Für Privatanleger, die in Immobilienunternehmen oder REITs mit Einzelhandelsexposure investiert sind, ist diese Entwicklung relevant. Vermieter, die Galeria-Flächen in ihren Portfolios halten, sehen sich mit einer strukturellen Herausforderung konfrontiert: Entweder akzeptieren sie erneut niedrigere Mieten, oder sie riskieren Leerstand in oft großflächigen Innenstadtlagen.

Strukturkrise im deutschen Einzelhandel

Die Situation bei Galeria steht sinnbildlich für den anhaltenden Strukturwandel im stationären Einzelhandel. Drei Insolvenzverfahren in weniger als sechs Jahren verdeutlichen, wie schwer es Warenhauskonzepte haben, sich in einem zunehmend digitalisierten Marktumfeld zu behaupten. Jede neue Verhandlungsrunde schwächt dabei die Verhandlungsposition des Unternehmens weiter – und stärkt gleichzeitig die Skepsis der Immobilieneigentümer.

Ob und unter welchen Bedingungen eine Einigung mit den Vermietern gelingt, bleibt abzuwarten. Die ablehnende Haltung erster Vermieter, über die die WirtschaftsWoche berichtet, deutet jedoch darauf hin, dass die kommenden Verhandlungen für Galeria deutlich schwieriger werden könnten als in der Vergangenheit.

GaleriaInsolvenzVermieterMietkonzessionenWarenhausEinzelhandelImmobilien

Disclaimer