GDL beendet Transdev-Streik vorzeitig
Tarifkonflikt bei Deutscher Bahn geht weiter - Auswirkungen auf den Bahnverkehr

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat überraschend den Streik beim Regionalbahnbetreiber Transdev vorzeitig beendet. Dies erfolgte nach einer Mitteilung der GDL, in der das Unternehmen Transdev "Einsicht" gezeigt und die Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Verhandlungen signalisiert hatte. Die GDL hatte zuvor den Streik im Personenverkehr am Mittwochmorgen begonnen, während im Güterverkehr bereits seit Dienstagabend gestreikt wurde. Ziel der Gewerkschaft war es, im Tarifkonflikt eine Arbeitszeitreduzierung für Schichtarbeiter bei vollem Lohnausgleich zu erreichen, was von der Arbeitgeberseite bisher strikt abgelehnt wurde.
In einem schriftlichen Angebot sicherte Transdev der GDL zu, "über sämtliche Kernforderungen der aktuellen Tarifrunde ernsthaft zu verhandeln", erklärte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Dies wurde von der Gewerkschaft als ein starkes Signal gewertet, obwohl noch keine endgültige Einigung erzielt wurde. Trotzdem erkannte man den Einigungswillen des Unternehmens an und beendete die vierte Streikmaßnahme bei den sechs Transdev-Unternehmen vorzeitig. Dazu gehörten die NordWestBahn sowie die Transdev-Unternehmen in Hannover, Mitteldeutschland, Regio Ost, Rhein-Ruhr und Trans Regio Deutsche Regionalbahn.
Es wird jedoch weiterhin zu Ausfällen und Zugverspätungen kommen, da der Notfahrplan der DB auch nach Streikende in Kraft bleibt. Die Auswirkungen des Streiks im Regionalverkehr sind unterschiedlich und können von Region zu Region stark variieren.
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Zur AktienanalyseOb der Streik letztendlich zu einer Lösung im Tarifkonflikt führen wird, bleibt noch offen. Es gibt bisher keine festgelegten Termine für neue Verhandlungen zwischen der GDL und der DB. GDL-Chef Claus Weselsky hat jedoch angekündigt, dass er schnell zu weiteren Streiks aufrufen wird, sollte die DB kein neues Tarifangebot vorlegen. Die Streiks, die im Dezember begannen, sollen jeweils maximal fünf Tage dauern, so die Aussage von Weselsky. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird.


