Goldman Sachs bremst die Wall Street - Ernüchterung nach durchwachsenen Geschäftszahlen
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Die Wall Street verzeichnete einen schlechten Handelstag, da die neuen Geschäftszahlen der Unternehmen nicht positiv aufgenommen wurden. Insbesondere die Zahlen von Goldman Sachs sorgten für Ernüchterung. Die Bank hat im Investmentbanking einen weiteren Rückgang zu verzeichnen, was sich auch in den Aktienkursen wiederspiegelt. Bank of America hingegen konnte im ersten Quartal von der Zinswende der US-Notenbank profitieren und einen Gewinnanstieg von 16 Prozent verbuchen.
Während die großen Indizes mehrfach das Vorzeichen wechselten, tendierten sie am Ende kaum verändert. Der Dow Jones ging bei 33.976 Punkten aus dem Handel, ein leichter Tagesverlust von 0,03 Prozent. Der S&P-500 gewann 0,08 Prozent, während die Technologiebörse Nasdaq nahezu unverändert bei 12.153 Punkten schloss.
Die Berichtssaison wird auch weiterhin entscheidend für die Entwicklung am Aktienmarkt sein. Insbesondere die Lage im US-Technologiesektor steht dabei im Fokus der Investoren. Der Streaming-Riese Netflix hat verhalten ins neue Geschäftsjahr gestartet und konnte im ersten Quartal die Kundenzahlen nur um 1,75 Millionen auf 232,5 Millionen Nutzerkonten steigern, was unter den Erwartungen der Experten lag. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal fiel durchwachsen aus.
Angesichts der ermutigenden Konjunkturdaten aus China legten die Ölpreise nach einem leichten Rückgang zu Wochenbeginn wieder zu. Rohöl der Nordsee-Sorte Brent kostete rund 0,7 Prozent mehr. Der Goldpreis hingegen litt unter den wieder gestiegenen Zinserwartungen in den USA und notierte zuletzt bei 2005 Dollar.
Der Eurokurs konnte einen Großteil seiner Verluste, die zu Wochenbeginn erlitten wurden, wieder aufholen und notierte zuletzt im US-Handel bei 1,0974 US-Dollar. Unterstützung erhielt der Euro von der wieder aufgehellten Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Dort sorgte das besser als erwartet ausgefallene chinesische Wirtschaftswachstum im ersten Quartal für gute Laune.
Volkswagen kündigte an, rund eine Milliarde Euro in den Aufbau eines neuen Entwicklungs-, Innovations- und Beschaffungszentrums für voll vernetzte Elektroautos in der chinesischen Stadt Hefei zu investieren. Die VW-Konzerntochter Audi will beim bislang schleppenden Geschäft mit Elektroautos in China aufholen. Der Konzernchef von BMW äußerte sich zufrieden mit der Geschäftsentwicklung auf dem chinesischen Markt.
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Zur AktienanalyseDie Deutsche Bank muss den Rücktritt ihres Vorstands Karl von Rohr verkraften, der Ende Oktober seinen Hut nimmt. Er war zuletzt für die Privatkundenbank und die Fondsgesellschaft DWS zuständig und wird auch den Aufsichtsratsvorsitz der DWS abgeben.
Der Rüstungskonzern Lockheed Martin meldete indes positive Quartalsgewinne und bestätigte den Ausblick für 2023.


