Goldman Sachs: Chefjuristin Ruemmler tritt nach Epstein-Enthüllungen zurück
Kathryn Ruemmler verlässt die US-Investmentbank nach Veröffentlichung kompromittierender E-Mails mit dem verurteilten Sexualstraftäter.

Kathryn Ruemmler, Chefjuristin der US-Investmentbank Goldman Sachs, hat am Donnerstagabend ihren Rücktritt zum Ende Juni angekündigt. Die Entscheidung erfolgt nach wochenlangem öffentlichen Druck aufgrund von E-Mail-Korrespondenzen mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
Die veröffentlichten Dokumente zeigen eine freundschaftliche Korrespondenz zwischen Ruemmler und Epstein aus der Zeit vor ihrem Eintritt bei Goldman Sachs. Sowohl der US-Kongress als auch das Justizministerium hatten die E-Mails im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen Epstein öffentlich gemacht. Goldman Sachs hatte seine Chefjuristin zunächst monatelang verteidigt und betont, dass die Kontakte vor ihrer Anstellung bei der Bank stattfanden.
Ruemmler galt seit ihrem Eintritt im Jahr 2020 als eine der engsten Beraterinnen von Goldman-CEO David Solomon. Die ehemalige Rechtsberaterin im Weißen Hauses unter Präsident Barack Obama bekleidete eine der einflussreichsten Positionen in der Führungsebene der Investmentbank. Ihr Abgang markiert einen bedeutenden Personalwechsel in der obersten Führungsriege.
Reputationsschaden für Goldman Sachs
Die Affäre belastet das Image von Goldman Sachs zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Bank hatte bereits in der Vergangenheit wegen ihrer Geschäftsbeziehungen zu Epstein Kritik einstecken müssen. Epstein war Kunde der Bank, bevor seine kriminellen Aktivitäten bekannt wurden und er 2019 in Untersuchungshaft starb.
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Zur AktienanalyseEin Nachfolger für die Position der Chefjuristin wurde noch nicht benannt. Goldman Sachs teilte mit, dass man zeitnah eine Entscheidung über die Neubesetzung treffen werde. Die Bank betonte erneut, dass Ruemmlers Kontakte zu Epstein ausschließlich in ihre Zeit vor der Anstellung bei Goldman Sachs fielen.


