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Goldman Sachs hebt Goldpreis-Ziel auf 5.400 Dollar an

Goldman Sachs erhöht seine Goldpreisprognose für Dezember 2026 deutlich von 4.900 auf 5.400 Dollar je Unze. Die Investmentbank sieht eine nachhaltige Verschiebung der Nachfrage von Zentralbanken hin zu privaten Investoren.

Goldman Sachs hebt Goldpreis-Ziel auf 5.400 Dollar an

Goldman Sachs hat seine Goldpreisprognose für Ende 2026 von 4.900 auf 5.400 Dollar pro Unze angehoben. Die US-Investmentbank begründet die Anhebung mit einer fundamentalen Verschiebung der Nachfragestruktur am Goldmarkt. Ein zuvor identifiziertes Aufwärtsrisiko habe sich nun materialisiert und werde voraussichtlich anhalten.

Privatanleger entdecken Gold neu

Daan Struyven, Rohstoffstratege bei Goldman Sachs, erklärt die Rally mit einer zunehmenden Diversifizierung des Privatsektors in Gold. Diese Positionen würden im kommenden Jahr nicht aufgelöst, was den Ausgangspunkt für die Prognose effektiv anhebe. Der Goldpreis legte 2025 um beeindruckende 67 Prozent zu und setzte seinen Anstieg bis Anfang 2026 fort.

Zentralbanken waren in den Jahren 2023 und 2024 die Haupttreiber der Goldpreisentwicklung mit durchschnittlichen monatlichen Käufen von rund 60 Tonnen. Dies liegt deutlich über den Niveaus vor 2022. Seit 2025 konkurrieren jedoch zunehmend private Investoren mit den Notenbanken um das begrenzte Edelmetall.

Zwei zentrale Nachfrage-Indikatoren

Struyven nennt zwei konkrete Entwicklungen, die den Strukturwandel belegen. Erstens sind die Bestände westlicher Gold-ETFs seit Anfang 2025 um etwa 500 Tonnen gestiegen. Sie haben damit die Niveaus erreicht, die durch US-Zinssenkungen impliziert werden, nachdem sie 2024 noch darunter lagen.

Zweitens haben sich neue Absicherungskanäle gegen makropolitische Extremrisiken etabliert. Dazu zählen vermehrte physische Käufe durch vermögende Familien sowie eine wachsende Nachfrage nach Kaufoptionen. Diese Ströme sind schwerer zu verfolgen und haben die Lücke zwischen beobachteten Preisen und modellimplizierten Niveaus vergrößert.

Makropolitische Risiken bleiben präsent

Der Goldman-Stratege geht davon aus, dass diese Absicherungen gegen makropolitische Risiken bis 2026 bestehen bleiben. Im Gegensatz zu wahlbezogenen Absicherungen Ende 2024, die sich nach den Ergebnissen schnell auflösten, erweise sich die Wahrnehmung globaler makropolitischer Risiken als deutlich hartnäckiger.

"Unsere Annahme, dass die Absicherungen globaler makropolitischer Risiken stabil bleiben, da sich diese wahrgenommenen Risiken im Jahr 2026 möglicherweise nicht vollständig auflösen, impliziert, dass die hohe Goldpreisprognose für Anfang 2026 ein nachhaltiger Ausgangspunkt ist", erklärt Struyven.

Risiken bleiben aufwärts gerichtet

Die Risiken rund um die Goldpreisprognose sieht Struyven zwar als zweiseitig an, aber weiterhin als deutlich zum Aufwärtspotenzial geneigt. Private Investoren könnten angesichts anhaltender globaler politischer Unsicherheit weiterhin Gold hinzufügen. Ein Abwärtsrisiko bestünde allerdings, falls sich das Vertrauen in die langfristige Fiskal- und Geldpolitik signifikant verbessern und zu einer Auflösung der Absicherungspositionen führen sollte.

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