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Goldpreis fällt nach Rekordhoch: Trump-Signale beruhigen Märkte

Nach drei aufeinanderfolgenden Rekordhochs gaben die Goldpreise am Donnerstag nach. Grund sind gemäßigte Signale von US-Präsident Trump zur Iran-Krise und zur Federal Reserve, die die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold reduzierten.

Goldpreis fällt nach Rekordhoch: Trump-Signale beruhigen Märkte

Die Goldpreise erlebten am Donnerstag im asiatischen Handel einen deutlichen Rücksetzer, nachdem das Edelmetall zuvor drei Tage in Folge neue Allzeithochs markiert hatte. Kassagold fiel um 0,8 Prozent auf 4.588,55 US-Dollar je Feinunze, während US-Gold-Futures um 0,3 Prozent auf 34.594,10 Dollar nachgaben. Erst in der vorangegangenen Sitzung hatte Gold mit 4.642,72 Dollar pro Unze einen historischen Höchststand erreicht.

Andere Edelmetalle unter stärkerem Druck

Während Gold moderat korrigierte, verzeichneten andere Edelmetalle deutlich stärkere Verluste. Silber stürzte um fast 6 Prozent auf 87,74 Dollar je Unze ab, Platin gab um 4 Prozent auf 2.309,52 Dollar nach. Diese Bewegungen deuten auf eine breite Gewinnmitnahme bei Edelmetallen hin, nachdem die jüngste Rally die Notierungen weit über wichtige technische Niveaus getrieben hatte.

Trump-Signale beruhigen geopolitische Sorgen

Der Preisrückgang folgte auf gemäßigte Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur Lage im Iran. Trump erklärte, ihm sei von iranischen Behörden versichert worden, dass die Tötung von Demonstranten eingestellt werde. Er glaube nicht, dass derzeit groß angelegte Hinrichtungen geplant seien. Diese Äußerungen reduzierten die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren US-Militärreaktion auf die Proteste gegen das Regime von Ayatollah Ali Khamenei erheblich.

Die geopolitische Risikoprämie, die die Gold-Rally in den vergangenen Tagen maßgeblich gestützt hatte, nahm dadurch spürbar ab. Anleger hatten zuvor befürchtet, dass die eskalierenden Unruhen im Iran US-Militäraktionen auslösen und die Stabilität im Nahen Osten gefährden könnten.

Entwarnung bei Federal Reserve

Zusätzlichen Druck erhielt Gold durch Trumps Aussagen zur US-Notenbank. In einem Reuters-Interview stellte der Präsident klar, dass er trotz einer laufenden Untersuchung keinen Plan habe, Federal-Reserve-Chef Jerome Powell zu entlassen. Diese Klarstellung linderte die Sorgen der Anleger hinsichtlich der Unabhängigkeit der US-Geldpolitik erheblich.

Die Befürchtung eines politischen Eingriffs in die Fed-Führung hatte in den vergangenen Wochen als zusätzlicher Treiber für Gold gewirkt. Anleger suchten Schutz vor möglicher geldpolitischer Unsicherheit.

Fundamentale Unterstützung bleibt intakt

Trotz der aktuellen Korrektur bleiben die fundamentalen Stützen für Gold weitgehend intakt. Analysten verweisen auf die Erwartung von US-Zinssenkungen im späteren Jahresverlauf, anhaltende geopolitische Unsicherheiten und starke Käufe durch Zentralbanken weltweit. Niedrigere Zinssätze machen Gold als renditelose Anlage attraktiver, da die Opportunitätskosten für das Halten des Edelmetalls sinken.

Die jüngste Bewegung wird von Marktbeobachtern primär als technische Gewinnmitnahme nach der starken Rally interpretiert. Die grundsätzlich positive Stimmung für Gold dürfte damit nicht nachhaltig beeinträchtigt sein.

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