Home-Depot-CEO Ted Decker tritt wegen Krankheit vorübergehend zurück
Der Chef des US-Baumarktriesen nimmt eine medizinisch bedingte Auszeit – CFO und Senior-Vizepräsidentin übernehmen die Führung.

Home Depot hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass CEO Ted Decker eine vorübergehende medizinisch bedingte Auszeit nehmen wird. Seine Rückkehr wird innerhalb der nächsten Monate erwartet. Das Unternehmen reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Reuters nach weiteren Details zu Deckers Zustand.
Während der Abwesenheit des 63-jährigen Decker übernehmen zwei erfahrene Führungskräfte gemeinsam das operative Geschäft: Finanzchef Richard McPhail und Senior Executive Vice President Ann-Marie Campbell. Die Interimsbesetzungen erfolgten laut Unternehmensangaben im Einklang mit der Empfehlung von Decker selbst.
Erfahrene Führungsriege übernimmt das Steuer
Ann-Marie Campbell, 61 Jahre alt, ist seit 1985 bei Home Depot und hat in dieser Zeit verschiedene Führungspositionen im US-Geschäft bekleidet. Sie gilt als eine der dienstältesten Führungskräfte des Konzerns. CFO Richard McPhail, 56, ist seit 2005 im Unternehmen und bekleidet den Posten des Finanzchefs bereits seit September 2019 – er bringt damit umfangreiche Erfahrung in der Unternehmenssteuerung mit.
Ted Decker selbst übernahm den CEO-Posten bei Home Depot im März 2022. Er kam bereits im Jahr 2000 zum Unternehmen und war zuvor in leitenden Positionen in den Bereichen Merchandising und Einzelhandelsfinanzierung tätig. Mit seiner langjährigen Erfahrung prägte er die strategische Ausrichtung des Baumarktriesen maßgeblich.
Quartalszahlen stehen kurz bevor
Der Führungswechsel auf Interimsbasis kommt zu einem bedeutsamen Zeitpunkt: Home Depot wird am 18. August seine Quartalszahlen vorlegen. Anleger und Analysten werden die Ergebnisse genau beobachten – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des herausfordernden Marktumfelds für den Einzelhandel.
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Zur AktienanalyseBaumarktketten wie Home Depot und der Wettbewerber Lowe's stehen derzeit unter erheblichem Druck durch den anhaltenden Inflationsdruck. Verbraucher schieben kleinere Heimwerkerprojekte zunehmend auf, was das klassische Privatkundengeschäft belastet. Als Reaktion darauf investieren beide Unternehmen verstärkt in den Ausbau ihres Geschäfts mit gewerblichen Kunden wie Bauunternehmern und Handwerkern, um die Umsatzlücke zu schließen.
Home Depot ist einer der größten Baumarktkonzerne der Welt und betreibt Hunderte von Filialen in den USA und weiteren Ländern. Für deutsche Privatanleger, die in US-Einzelhandelsaktien investiert sind, ist die Personalsituation an der Unternehmensspitze ein relevanter Faktor – insbesondere in Kombination mit den bevorstehenden Quartalsergebnissen, die ein klareres Bild der aktuellen Geschäftslage liefern werden.


